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Ingo Dielschneider

Mittwoch, 07 März 2018 13:51

Die Schönheit der Melancholie!

Nick and June beehren, wie schon im letzten Jahr, erneut das Nörgelbuff in Göttingen und versetzen die Zuhörer in eine von Melancholie und Ergriffenheit geprägte Trance, in der man sich nur noch nach hinten lehnen und hinabziehen lassen möchte.

Samstag, 03 März 2018 12:56

Ein toller Abend der Gegensätze

Sandro Weich stellt sich dem Göttinger Publikum mit seinem Soloprojekt „He Told Me To“ am 28.02.2018 im APEX vor. Und das ist wörtlich genommen auch die richtige Umschreibung für diesen beeindruckenden Musiker. Er stellt sich vor. Nicht nur seine Musik. Nicht nur seine Texte. Nicht nur einfach ein Auftritt. Man hat das Gefühl diesen Sandro Weich aus Coburg am Endes des Konzerts wirklich kennen gelernt zu haben.

Freitag, 27 Oktober 2017 11:14

Appetit auf mehr

„Maciek und Band“ zu Gast im Apex

Auf und ab, in ständiger Bewegung aber auch Ruhe spendend wie ein seichter Wellengang auf der Meeresoberfläche – das ist die Musik dieses Duos. Nicht nur musikalisch sondern auch inhaltlich taucht immer wieder die Liebe zum Wasser und Inspirationskraft des Meeres und der Farbe Blau auf und lässt den Zuhörer im Nörgelbuff abtauchen und versinken. Analog dazu ziert das Cover des aktuellen Albums „Silence you“ eine spiegelnde Meeresoberfläche aus der die beiden Kreativköpfe herausragen.

Anka Gnoth und George Donchev touren seit 2 Jahren zusammen durch diverse Länder und ankern zum 2. Mal im Hafen des Nörgelbuffs. Ihr Stil verbindet klassische Songelemente aus Jazz, Folk und Chanson mit außergewöhnlichen Rhythmen und poetischen Texten in deutscher und englischer Sprache mit teilweise bulgarischem Vokabular vermischt. Gepaart mit vielseitigem Einsatz des Kontrabasses (gezupft, gestrichen, geschlagen), diversen Percusionsinstrumenten und spannenden Songideen, erschaffen die beiden eine abwechselungsreiche Konzertathmosphäre. Auch gegen Ende des knapp 2-stündigen Konzerts ist man gespannt darauf, was man noch alles aus den beiden Instrumenten kreieren kann. Das als Jazzkonzert angekündigte Gastspiel entpuppt sich als eher wenig jazzlastig denn bunt gemischt. Durch viele Songs ziehen sich Kontrabasssoli von George Donchev, der nicht nur dadurch sondern auch durch sein teilweise polyrhythmisches Spiel die Jazztendenzen einwebt – immer wieder eingefangen durch das oft popharmonisch geprägte Gitarrenspiel Anka Gnoths und ihrer beruhigend und klangfarblich sehr eingängigen Vokalisation der Stücke.

Neben der Vertonung diverser eigener Songs sticht die Vertonung ihres Gedichts über Bulgarien heraus, bei der Anka Gnoth effekvoll aus einem dicken Gedichtband „rezitiert“. George Donchev untermalt dies mit Naturgeräuschen, die er seinem Kontrabass entlockt und diversen rhythmischen Finessen, wie zum Beispiel eines pulsierenden Herzschlags, der durchgängig die Lebendigkeit des Landes untermalt. Allein dieses Stück hätte selbst nach 20 Minuten nicht an Reiz verloren und so verwundert es kaum, dass die 2 Stunden ohne Längen verrinnen. Und so heißt es „Leinen los!“ und zurück auf das Festland der Groner Straße mit dem stillen Wunsch: Meer davon ...

Samstag, 08 April 2017 18:35

Me and Oceans - Unendliche Weiten

Live-Hörspiel mit Fabian Schütze

Was darf man von einem als „Spoken-Word-Live-Spektakel“ angekündigtem Livehörspiel erwarten? Unendliche Möglichkeiten und Ideen fliegen einem da durch den Kopf, aber nichts beschreibt die tatsächliche, mächtige Inszenierung des Leipziger Musikers und Kreativkopfs Fabian Schütze. Im Kern handelt es sich bei „Me and Oceans – MIR Briefe an Juri“ um ein Popalbum mit wunderschönen Songs. Stimmlich fühlt man sich an Xavier Naidoo erinnert. Fabian Schützes Fokus lag darin, eingängige Melodien zu erschaffen, die auch ohne die Liveinszenierung im Kopf bleiben und für sich allein stehen können. Das ist auf jeden Fall gelungen. Aber noch viel mehr! „MIR – Briefe an Juri“ ist Pop-Album ebenso wie Hörspiel und Buch. Detailverliebt wurden Weltraumgeräusche gesampelt, tiefgründige, metaphorische Briefe verfasst, künstlerisch aufwändige Grafiken für das Buch und den Livegebrauch erstellt und diverse weitere Requisiten sowie Sticker, Aufnäher und noch vieles mehr designed. „MIR – Briefe an Juri“ ist ein riesiges Gesamtkunstwerk, das live wie auch auf CD wunderbar funktioniert.

Die Aufführung im Nörgelbuff ist die Vorpremiere zur bevorstehenden Deutschlandtour und des Albumrelease. Es beginnt unvermittelt, nachdem man sich schon durch diverse selbst gestaltete Postkarten lesen konnte, die überall im Raum verteilt auslagen. Willkommen auf der Mir im Jahr 1988. Willkommen Juri Wolkow. Ohne Einleitung beginnt das Hörspiel. Fabian Schütze untermalt vorgelesene oder bereits in russischem Akzent eingesprochene Textpassagen, indem er Zeichnungen und Bilder passend zum Text in eine Kamera hält, die die Bilder an den Bühnenhintergrund projiziert. Dazu klingen sphärische, klare Klänge aus den Boxen und man ist auditiv und visuell gefesselt. Auch Störgeräusche aus dem Weltraum, das Öffnen eines Briefs oder Klänge eines Tischtennisspiels werden live eingespielt. Ohne Pausen oder Längen wird man direkt weiter gerissen und verliert sich voll und ganz auf der MIR und den Gedankengängen und Gefühlen Juri Wolkows und seinen Angehörigen/Freunden. Und dann kommt der erste gesungene Song. Gänsehaut! Zu hervorragend gestalteten Sounds vermischt sich Fabian Schützes soulige Stimme zu den wahren Highlights des Kunstprojekts, ohne sich jedoch zu sehr in den Vordergrund singen zu wollen. Alles wirkt sehr schön eingepasst in das Gesamtkonstrukt.

Inhaltlich verbringt Juri Wolkow mehr als vier Monate auf der Weltraumstation, er feiert den 42. Geburtstag dort, fern von seiner Frau Sofia und den Kindern, August und Emil. Es ist ein Briefroman-Konzeptalbum: Sofia stirbt fast vor Angst und träumt von einem gemeinsamen Ausflug nach Sotschi; Oleg, der Freund, speichert das olympische Tischtennis-Viertelfinale aus Seoul zwischen Jan Ove Waldner und Kim Ki-Taek auf Videokassette und sammelt Lebensweisheiten Peters des Großen für Juri. Am Ende bleibt offen, ob Juri Wolkow wieder sicher in seine Heimat zurückkehrt. Es bleibt das Gefühl ein tolles, in sich stimmiges Gesamtkunstwerk gesehen zu haben, das Grenzen sprengt. Es hat unendlich viel Spaß gemacht...

Freitag, 24 März 2017 14:04

Zwischenstopp auf dem Weg nach China

Ida Gard im Nörgelbuff

Ein ambitioniertes Ziel hat sie da – die energiegeladene Powerlocke aus Dänemark. Ihre Musik soll den Weg bis nach China finden. So ihr erklärtes Ziel, dem sie mit ihrem neuen Album „WOMB“ wieder einen großen Schritt nähergekommen ist.

Wenn sie mit ihrer markanten, extravaganten Frisur und ihrem kunstvollen Outfit die Bühne betritt und binnen Sekunden alle Anwesenden in ihren Bann zieht, möchte man ihr zurufen: „Definitiv schaffst du es nach China!“. Allein ihre Bühnenpräsent ist fantastisch. So erlebt am 19. April 2017 im Nörgelbuff. Zum dritten Mal spielt sie hier vor ausverkauftem Haus.

Mit dabei, wie auch auf ihrer letzten Tour, die Drummerin Anne Kirstine Winkler, die auf der Bühne eine perfekte Symbiose mit Ida Gard eingeht und sie nicht nur am Set, sondern zusätzlich mit Gesang und Percussion unterstützt. 2014 schlug Ida Gard als angehender Star durch den Gewinn eines Radiowettbewerbs Angebote von Majorlabeln aus, um ihren eigenen Weg zu gehen – nach Möglichkeit bis nach Fernost. Somit leitet sie das Konzert auch solistisch mit der entsprechenden Single „Whatever It Takes To Get To China” ein. Im nächsten Song wird Ida Gard von Anne Kirstine Winkler gesanglich und rhythmisch begleitet.

Auf ihre lockere und symphatische Art moderiert Ida Gard ihre Songs an und gibt Einblicke in die Gedanken hinter den Zeilen. Viele Songs handeln von ihrem Leben und ihren Gedanken, die sie mal nachdenklich mal ironisch verpackt aber immer mit einer gewissen Lockerheit vorträgt. Musikalisch grandios sind die Songs sowieso.

Trotz der kleinen Besetzung und des durchweg ähnlichen Gitarrensounds bleibt das Konzert facettenreich und kurzweilig. Zu polyvalent und kreativ sind die verwendeten Songstrukturen und Musikgenres, zu unterhaltsam und schön geschrieben die Texte! Und dann auch noch technisch perfekt vorgetragen und sehr verständlich gesungen. Was will man mehr? Mehr Zeit! Mehr Zeit mit der Musik dieses Duos. Denn viel zu schnell ist das Konzert zu Ende.

Danke Ida, dass du in Göttingen einen Zwischenstopp auf deinem Weg nach China eingelegt hast.

Dienstag, 14 Februar 2017 21:40

Der Sommermond geht auf!

Axel Mehner und Klaus Wißmann mit "Sommermond" in der Diva Lounge

Am 10.02.2017 erblickte das Album „Sommermond“ der beiden Göttinger Musiker Axel Mehner und Klaus Wißmann das Licht der Welt. Dem Anlass gebührend wurde ein CD-Releasekonzert in der Diva Lounge für die zahlreich erschienenden Hörbegeisterten gegeben. Der restlos gefüllte Gewölbekeller der Diva Lounge drohte aus allen Nähten zu platzen, als die beiden Musiker die Bühne betraten und das Publikum direkt mit ihrer humoristischen Art und musikalisch anspruchsvollen Darbietung in ihren Bann zogen. Unverfälschter, echter Gitarrensound gepaart mit klarem Gesang. Das und genau nur das wurde geboten, erwartet und lies das Publikum strahlen. Schon zu Beginn wurde schnell klar, dass sich die beiden Musiker nicht zu ernst nehmen und auf unterhaltsame Art und Weise in Frage-und Antwortschema ihren Opener alternierend im Duett gestalteten. Direkt befand man sich zwischen mitsingenden, begeisterten Zuhörern, die vollauf in den Songs des Duos aufgingen und die sich oftmals um Liebe und ihre Begleiterscheinungen drehenden Texte genossen. Hauptsächlich vorgetragen wurden diese von Axel Mehner, der sich zudem für die Rhythmusgitarre verantwortlich zeigte. Klaus Wißmann spielte viele Einschübe und solierte sehr harmonisch in die Gesamtkompositionen eingepasst, wenn er nicht gerade die Zweitstimme bei vielen Refrains beisteuerte. Auch wurde musikalisch oft der textliche Inhalt aufgegriffen, wie zum Beispiel Gitarrenslidedowns als Allergorie zu herablaufendem Wachs.

Insgesamt klingt das Duo sehr schön aufeinander abgestimmt und lässt über kleine Divergenzen im Solotiming hinweg sehen. Einzig die Ansprachen und Dialoge zwischen den Songs dürften gerne näher am Mikrophon eingesprochen werden. Auf Grund der fantastischen Besucherzahl waren diese in den hinteren Bereichen nicht mehr gut zu hören.

Nach der Pause durften Wissende sich an einer CD-Verlosung versuchen, wenn sie denn beantworten konnten, wie viel Jahre Lebenserfahrung sich auf der Bühne befanden. Das gelöste Rätsel bedingte einen glücklichen Gewinner, der sich über das 12 Songs umfassende Album freuen durfte. Nach einer etwas kürzeren zweite Konzerthälfte wurden die Zuhörer letzten Endes in eine klare, mondhelle Winternacht entlassen – mit dem Sommermond in Herz und Kopf.

Alle, die beim Quiz weniger erfolgreich waren, können das Album beim Copy Team in Göttingen oder über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! beziehen.

Der "Herr Polaris" gastierte mit seiner Band am 20.1. im Nörgelbuff und vertrieb, mit seinen melancholischen und wunderschön anzuhörenden philosophischen Reisen ins Innere der menschlichen Seele, die Kälte aus den Gliedern der Zuhörerschaft – in Richtung des Herzens.

Dienstag, 17 Januar 2017 10:28

Elch ohne Suppe

Ein Elch für den Glück, ein Glück für den Elch

Dies war das Motto der Jubiläumsverleihung des Göttinger Elch-Preises 2016. Zum 20. Mal wurde der einzige Satire-Preis Deutschlands verliehen und wartete mit einem Novum auf. Zu dem Geldpreis in Höhe von 3.333.33 €, einer Ausstellung im Alten Rathaus Göttingen (15.1. – 26.3.) und einer gravierten, massivsilbernen Brosche wurde dem diesjährigen Preisträger Gerhard Glück aus Kassel ein Potpourrie aus diversen Elchaccessoires überreicht. Damit brach man die jahrelange Tradition dem Preisträger 99 Dosen „Original Göttinger ELCH-Rahm-Süppchen“ zu überreichen, da man sich dem vegan-frutarischem Zeitalter anpassen wolle.

Montag, 28 November 2016 12:59

Typisch und untypisch Garbarek

Jan Garbarek gastierte in der Göttinger Stadthalle

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