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Gabriel von Berlepsch

  • Bruchstücke einer pflegebedürftigen Gesellschaft

  • Der Handel mit Bedürfnissen und Projektionen

  • Deutsches Theater: Wehe, er ist wieder „sternhagelnüchtern“!

    Volker Muthmann und Dorothée Neff
  • Drei Sinnsucher und Kämpfer - So alltäglich und doch so besonders

    Dorothée Neff, Benedikt Kauff, Gabriel von Berlepsch
  • Ein Einzelkämpfer nimmt es mit der Macht auf

    In der Heilquelle dümpeln gefährliche Bakterien. Es sieht nicht gut aus für den prosperierenden Kurort und seine Gewinnspekulanten, die sich gerade noch in kapitaler Aufbruchstimmung wähnten. Aber noch geht es auf der Bühne fast euphorisch zu. Kurarzt Tomas Stockmann genießt die Tatsache, dass er mit seinen Vermutungen richtig gelegen hat und sein Bruder Peter als Stadtvorsteher und Vorsitzender der Kulturverwaltung beim Bau der Heilanlage mal wieder geknausert hat. Mit so einem Skandal lässt sich natürlich auch politisch einiges an Aufruhr anrichten, gegen die kommunalen Netzwerker und ihre Seilschaften. Doch es lauert noch einiges mehr an zerstörerischen Unruheherden in Henrik Ibsens Schauspiel „Ein Volksfeind“ und auch in der Inszenierung von Gerhart Willert, der dieses kleinstädtische Gesellschaftspanorama am Deutschen Theater sondiert und seziert hat.

  • Ein kapitaler Showdown

    Shows verkaufen sich nun mal besser als ernüchternde Bilanzen. Dann lockt noch der Promifaktor und schon wird eine Anliegerversammlung zum Event. Die spekulativen Geschäfte der Göttinger Union laufen schon längst nicht mehr gewinnbringend. Umso wichtiger sind jetzt die Statements von Fußballikonen, Politikern und großzügig auftretenden Mäzenen, die Imagepflege für den maroden Finanzkonzern betreiben. Und wenn Firmengründer Harry Cornelius (Roman Majewski) und Finanzvorstand Volker Roggensack (Marco Matthes) dazu noch verkünden, dass man an die Zahlen glauben müsse, kann eigentlich keine Rede mehr sein von Schneeballsystemen, grauen Märkten und drohender Insolvenz. Punktgenau werden erneut Beifallsstürme eingeblendet, und Moderatorin Angie (Christina Jung) kann den nächsten Überraschungsgast anstrahlen.

  • Gedankencrash an der Autobahn

    Über eine weiße Fläche gleiten die Lichtreflexe des Gegenverkehrs. In ihnen spiegelt sich eine Gestalt, für die das ständige Unterwegssein Routine ist. Wenn der Fernfahrer von LKW-Kolonnen berichtet, von Staus und Störungen, Umwegen und erzwungenen Rastzeiten, zeichnet sich ein Gedankenhorizont jenseits von Überholspuren und Seitenstreifen ab. In Höhe einer Raststätte wird ein Unfall seinen Wortstrom zum Erliegen bringen, weil nun der Schauplatz erreicht ist, den Ferdinand Schmalz in seinem Schauspiel „Dosenfleisch“ ansteuert.

  • Mutig irrlichtern und leidenschaftlich träumen

    Hinweis: für unsere Abonnentinnen und Abonnenten

    Gewaltig bestürmt wird Shakespeares Illyrien. Doch dort stranden jetzt nicht nur Viola und ihr Zwillingsbruder Sebastian mit dem Seemann Antonio. Auf der Bühne des Deutschen Theaters kämpfen zunächst auch die Inselbewohner mit den wilden Luftgeistern, bis die Gestalt am Piano scheinbar besänftigend einschreitet. In Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“ erscheint sie immer wieder als „die Seele Illyriens“, die sich ihre unerfüllbare Sehnsucht nach Liebe herbei träumt und nun ihr eigenes Spiel mit all den verliebten und verrückten Inselmenschen treibt. Regisseur Moritz Beichl lässt Katharina Müllers „Illyria“ in seine Inszenierung die magischen Momente heraufbeschwören, die auf der alltäglichen Bühne fast immer stranden. Auf den Theaterbrettern dürfen sie leidenschaftlich herausfordernd, gern auch maßlos sein und rettungslos austreiben, wenn auch nicht ohne Komplikationen.

  • Nahaufnahme in die psychopathologischen Eingeweide

    Wie sie feixen und kichern. Auch in ihren schaurigen Grimassen sonnen sich die drei Schicksalsschwestern, die sich jetzt so gern Macbeth widmen wollen. Das wird ein großer Spaß, den Florian Donath, Daniel Mühe und Christoph Türkay auf der Bühne des Deutschen Theaters verkünden, auf dass er frech und böse gerät und vielleicht sogar ein bisschen bestialisch. Schließlich bleibt es ja dem schottischen Feldherrn überlassen, ob er sich von ihren Einflüsterungen bezirzen und dann auch berauschen lässt, um nach Macht und Königskrone zu gieren und nach viel blutigen Gemetzel. Da wäre ja auch noch Lady Macbeth, die ihrem immer noch schwankenden Gatten nicht nur den Königsmord schmackhaft macht. Wie eine Blutwolke bläht sich jetzt auf der leeren Bühne eine riesige rote Stoffbahn auf, die Täter, Opfer und Chronisten immer wieder umhüllt und bisweilen auch zu würgen scheint, so als ob auch unsichtbare Blutspuren ständig an ihnen haften.

  • Schauspiel der verlorenen Einzelkämpfer

    Der mütterliche Blick sondiert die Möglichkeiten. Vielleicht tut ein bisschen Empörung ganz gut, auch wenn die Tatsache, dass Benjamin über Wochen den Schwimmunterricht boykottiert hat, eher merkwürdig anmutet. Umso mehr irritiert dann seine Erklärung, dass dabei seine religiösen Gefühle verletzt würden, vor allem die Schamlosigkeit der Mädchen im Bikini. Noch wirkt Marius Ahrendt sehr verletzlich und auch ein bisschen unsicher über das, was ihn offenbar innerlich umtreibt. Doch das wird sich schon bald ändern, wenn die Bibel als Waffe gegen alles und jeden zum Einsatz kommt und sein Benjamin jede weitere Begründung verweigert.

  • Schmerzhafte Überlebenskämpfe und Zumutungen

    An wen richten sich die Worte der Frau auf der grauen Plattform, wie sie jetzt ihre Kleidung mustert, die Auswahl an Speisen und Getränken? Meinen sie wirklich den Freund, Kollegen und Geschäftspartner, der sie nach einer Betriebsfeier vergewaltigt hat? Kann es nicht ebenso sein, dass sie jetzt den verstorbenen Vater herbeisehnt und ihn natürlich auch gern ein bisschen beköstigen möchte?

  • Schön böse und schön hinterlistig

  • Theaterspektakel der stimmungsstarken Bilder

    Endlich scheint Peter Munk am Ziel seiner Wünsche. Er kann so schön verschwenderisch und leichtsinnig sein und fühlt sich endlich auch ein bisschen bewundert. Jetzt ist er nicht mehr der rußgeschwärzte Kohlenbrenner, sondern der Besitzer einer Glashütte, der im Wohlstand schwelgt. Schon mit einem Griff in die Hosentasche rieselt wieder dieser Glitzerstaub, der überall haften bleibt und im Scheinwerferlicht noch mehr funkelt. Sein Absturz ist vorprogrammiert, und das nicht nur, weil Wilhelm Hauff in seiner märchenhaften Erzählung „Das kalte Herz“ ein paar sehr berechnende Geister ins Spiel bringt. Daniel Foersters Inszenierung auf der DT-2 Bühne verwebt die Geschichte dieses maßlos gierigen Träumers mit sehr vielen fantastischen Zutaten zu einem bilderreichen Panorama über die Sehnsucht nach materieller Sicherheit und so um mehr Anerkennung in einer konsumverliebten Bedürfnisgesellschaft.

  • Was machen wir hier eigentlich die ganze Zeit?

  • Wir können auch große Bühnenbilder

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