Willkommen im Kulturbüro Göttingen

Herzlich willkommen auf den Seiten des Kulturbüro Göttingen. Sie finden hier ein großes Angebot an Terminen, Spielplänen, Tipps und Rezensionen.
Um dieses Angebot in allen Funktionen nutzen zu können, melden Sie sich bitte auf der Seite an oder registrieren sich.
A A A

Gaia Vogel

  • „Misery is the River oft the World.“ Schon die erste musikalische Ansage mag nichts beschönigen. Das Elend bleibt nicht nur im Fluss, es zeigt sich zunehmend hässlicher und brutaler. Der selbstbestimmte Freiraum zum Überleben, der Georg Büchners „Woyzeck“ verweigert wird, ist auch in der musikalischen Fassung des Dramenfragmentes nirgendwo in Sicht. Ebenso schmerzhaft wütet das Drama des ewig geschundenen Underdogs in der Inszenierung von Antje Thoms am Deutschen Theater. Mit den Songs von Tom Waits und den Texten von Kathleen Brennan nimmt der Abgesang eines Gefangenen seinen unerbittlichen Verlauf in den Wahn der schrillen Bilder, in denen sich auch die mörderische Verzweiflung entlädt.

  • Zu einer schönen Prinzessin gehört natürlich die edle Robe, die das Bild von Anmut, Grazie und Attraktivität noch bestärkt. In diesem Fall erweist sie sich allerdings als wenig praktisch, wenn Gaia Vogel und Dorothee Neff jetzt unter einem Waschtisch hervorkriechen und in Elfriede Jenineks „Prinzessinnendramen“ auf der DT-2 Bühne nicht nur reichlich Stoffbahnen raffen müssen.

  • Zum Saisonfinale herrschte auch am Deutschen Theater Freibadstimmung. Und das nicht nur mit der Aussicht auf eine ganze Serie proben- und aufführungsfreier, sonniger Tage: Auch wurden die Theatermacher verabschiedet, die das Haus zum Spielzeitende verlassen. Nach der musikalisch dramatischen Poolparty mit David Bowies Musical „Lazarus“ steuerte das Ensemble mit dem soundstarken Support von „Minor Tom and the Young Dudes“ mit der DT-NachtBar einfach die nächste Poolparty an. Die war zur Abwechslung vom traditionellen BellevueTreffpunkt auf die DT-2-Bühne verlegt worden, mit mehr Platz für die vielen Partygäste und vor allem für eine wunderbar verspielte Freibadkulisse auf der Zuschauertribüne.

  • Am Sonntag erhielt die Schauspielerin Gaia Vogel den Förderpreis des DT-Fördervereins. Die Laudatio hielt Tina Fibiger. Lesen Sie hier den Text der Laudatio im Wortlaut.

  • Gemeinsam heult es sich viel schöner, über eine weitere kaputte Ehe und dann auch über weibliche Rollenmuster, die in der Gender-Debatte ständig unter die Räder kommen. Auf der Bühne des Deutschen Theaters leuchtet jetzt das Schild „Crying Room“ auf, für sechs Schauspielerinnen und ihren gemeinsamen Chor. In dem ist alles erlaubt, auch hysterisches Kreischen, sich krümmen und scheinbar verzweifelt ausflippen. Taschentücher sind ausreichend vorhanden, um dabei auch ein bisschen Makeup zu verschmieren, und noch mehr Power, um anschließend ganz entspannt für ein gemeinsames strahlendes Lächeln zu posieren. Dafür gibt es auch Sonderapplaus, bevor es wieder um „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ geht und das emotionale Desaster einer erfolgreichen Modedesignerin, die sich unsterblich aussichtslos verliebt.

  • Hinweis: , exklusiv für Sie

    Junge Leute im Haus, das ist doch schön, denkt sich Anne. Doch schon der Antrittsbesuch mit Johannes und Eddi rückt die Verhältnisse in ein ganz anderes Licht. „Wir sind die Neuen“ verkünden die Drei auf der Bühne des Deutschen Theaters und das auch mit der Aussicht auf ein gemeinschaftliches Miteinander. Das sehen ihre jungen Nachbarn ganz anders. Mal was Schweres tragen, ginge ja noch. Hauptsache, der Putzdienst im Hausflur wird eingehalten. Barbara, Katharina und Thorsten sind vor allem im Examensstress. Da nervt einfach der ständige Krach, den dieses Alt-68er-Trio macht. Dauernd reden die miteinander, streiten sich über Internetanschlüsse und alte Beziehungsgeschichten und hören auch noch Musik.

  • Hinweis: exklusiv für Sie

    Gewaltig bestürmt wird Shakespeares Illyrien. Doch dort stranden jetzt nicht nur Viola und ihr Zwillingsbruder Sebastian mit dem Seemann Antonio. Auf der Bühne des Deutschen Theaters kämpfen zunächst auch die Inselbewohner mit den wilden Luftgeistern, bis die Gestalt am Piano scheinbar besänftigend einschreitet. In Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“ erscheint sie immer wieder als „die Seele Illyriens“, die sich ihre unerfüllbare Sehnsucht nach Liebe herbei träumt und nun ihr eigenes Spiel mit all den verliebten und verrückten Inselmenschen treibt. Regisseur Moritz Beichl lässt Katharina Müllers „Illyria“ in seine Inszenierung die magischen Momente heraufbeschwören, die auf der alltäglichen Bühne fast immer stranden. Auf den Theaterbrettern dürfen sie leidenschaftlich herausfordernd, gern auch maßlos sein und rettungslos austreiben, wenn auch nicht ohne Komplikationen.

  • Der mütterliche Blick sondiert die Möglichkeiten. Vielleicht tut ein bisschen Empörung ganz gut, auch wenn die Tatsache, dass Benjamin über Wochen den Schwimmunterricht boykottiert hat, eher merkwürdig anmutet. Umso mehr irritiert dann seine Erklärung, dass dabei seine religiösen Gefühle verletzt würden, vor allem die Schamlosigkeit der Mädchen im Bikini. Noch wirkt Marius Ahrendt sehr verletzlich und auch ein bisschen unsicher über das, was ihn offenbar innerlich umtreibt. Doch das wird sich schon bald ändern, wenn die Bibel als Waffe gegen alles und jeden zum Einsatz kommt und sein Benjamin jede weitere Begründung verweigert.

  • Von oben herab segelt ein Kreuz und bohrt sich in den Bühnenboden. Wumm. Moritz hat sich die Kugel gegeben. Irgendwann ist ihm alles zu viel geworden, was sein Körper mit ihm macht. Diese feuchten Träume, die Verwirrung in so vielen schlaflosen Nächten. Dann ging in der Schule auch alles daneben mit dem ewigen Leistungsdruck. Er ist nicht das einzige Opfer in Frank Wedekinds Schauspiel „Frühlings Erwachen“ und dieser Geschichte jugendlicher Ausbruchsversuche, wo die Welt aus den Fugen gerät und vor allem das Gefühlsleben, das so schwer zu begreifen ist und zu beschreiben, wo manchmal die Worte einfach versagen. Umso mehr berührt seine „Kindertragödie“ in der Musicalfassung „Spring Awakening“, die Niklas Ritter am Deutschen Theater inszenierte. Die verwirrenden Sehnsüchte und Ängste bekommen eine musikalische Stimme und das Innenleben der Figuren spiegelt sich auch in der Sprache der Bilder.

  • Die Podcast-Reihe von Tina Fibiger im Kulturbüro Göttingen: Vor der DT-Premiere „Schwanengesang“ hat sich Tina Fibiger in ihrer neuen Ausgabe vom „Szenenwechsel“ mit Regisseur Christian Friedel unterhalten. 

     

  • Die Podcast-Reihe von Tina Fibiger im Kulturbüro Göttingen: Ein Gespräch mit Regisseurin Britta Ender und ihrem Schauspiel Team Marie Seiser und Gaia Vogel

  • Der Tatort Soundtrack lässt bereits ahnen, dass bei dieser DT NachtBar auch kriminalistischer Spürsinn gefragt ist. Die Zuschauer wissen bereits, dass es um Simon R. geht, der im vergangenen Herbst bei der DT-X Party zu Preisträger gekürt wurde und dass ihm die Theatermacher eine ganz besondere NachtBar versprochen haben. Dann überrascht sie Leonie Rebentisch mit der Nachricht, dass es für diesen improvisierten Abend kein fertiges Skript gibt und die Schauspieler auch erst spontan erfahren, welche Rolle sie in der Geschichte von Simon R. eigentlich spielen. Zwischen Kostümständer und Requisitenregal kursieren verschlossene Umschläge bis zum nächsten Überraschungscoup.

  • Jeder Nachtbar wohnt ein Zauber inne – an jedem letzten Freitag in einer Spielzeit. In der Dezember-Nachtbar ist es der Weihnachtszauber, der sowohl die Ensemblemitglieder als auch das Publikum regelmäßig in Scharen in das Rangfoyer des Deutschen Theaters treibt und gute Laune verbreitet.

Diese Seite verwendet Cookies, mit denen Informationen lokal auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Mit der Benutzung der Seite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.