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Marius Ahrendt

  • Das Kind streckte noch die Arme nach Liebe und Zuwendung aus. Dem jugendlichen Tom bleibt dagegen nur noch die diffuse Erinnerung an ein Gefühl, das er schon immer vermisst hat, egal wie sehr ihn seine Pflegemutter Anna nun mit ihrer überschwänglichen Fürsorge bedrängt. Er hat es schon so oft zu hören bekommen, dieses Besitz ergreifende „Mein Junge“, das wie eine verzweifelte Beschwörungsformel anmutet, der er sich einfach nicht entziehen kann.

  • Benjamin will die Wahrheit wissen über den Mann, der seine Schwester vergewaltigt hat. Noch sieht es so aus, als ob er nur zufällig auf Isaac trifft, weil er bei ihm einen Job als Fensterputzer bekommen hat. „Schau nicht nach unten“, herrscht ihn der Jugendfreund an, wenn er in luftiger Höhe an einer Hochhausfassade Halt sucht. Gemeint ist damit auch die gemeinsame Vergangenheit mit dem Bürgerkrieg, den Terrorkommandos und der Willkür, die Opfer zu Tätern werden ließ. Nur dass das auf gar keinen Fall zur Sprache kommen darf.

  • Hinweis: , exklusiv für Sie

    Junge Leute im Haus, das ist doch schön, denkt sich Anne. Doch schon der Antrittsbesuch mit Johannes und Eddi rückt die Verhältnisse in ein ganz anderes Licht. „Wir sind die Neuen“ verkünden die Drei auf der Bühne des Deutschen Theaters und das auch mit der Aussicht auf ein gemeinschaftliches Miteinander. Das sehen ihre jungen Nachbarn ganz anders. Mal was Schweres tragen, ginge ja noch. Hauptsache, der Putzdienst im Hausflur wird eingehalten. Barbara, Katharina und Thorsten sind vor allem im Examensstress. Da nervt einfach der ständige Krach, den dieses Alt-68er-Trio macht. Dauernd reden die miteinander, streiten sich über Internetanschlüsse und alte Beziehungsgeschichten und hören auch noch Musik.

  • Der mütterliche Blick sondiert die Möglichkeiten. Vielleicht tut ein bisschen Empörung ganz gut, auch wenn die Tatsache, dass Benjamin über Wochen den Schwimmunterricht boykottiert hat, eher merkwürdig anmutet. Umso mehr irritiert dann seine Erklärung, dass dabei seine religiösen Gefühle verletzt würden, vor allem die Schamlosigkeit der Mädchen im Bikini. Noch wirkt Marius Ahrendt sehr verletzlich und auch ein bisschen unsicher über das, was ihn offenbar innerlich umtreibt. Doch das wird sich schon bald ändern, wenn die Bibel als Waffe gegen alles und jeden zum Einsatz kommt und sein Benjamin jede weitere Begründung verweigert.

  • Im Theatermagazin „Szenenwechsel“ unterhält sich Tina Fibiger mit dem Regisseur Jakob Weiss und den Schauspielern Marius Ahrendt und Gregor Schleunig vor der Premiere von „In der Schwebe“

  • Vielleicht täuscht ja der rote Sticker mit dem Namen Alice, den jeder Zuschauer am Eingang zur DT-Tiefgarage bekommt. Das weiße Kaninchen ist nicht nur ein bisschen skeptisch sondern auch ziemlich verwirrt und fragt nach. „Bist du wirklich Alice?“ Aus den roten Albino Augen blitzt es erneut auf. „Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, weg damit!“ murmelt die Stimme zum Aufbruch in das Gedanken- und Wahrnehmungslabyrinth in der DT-Tiefgarage Das nächste weiße Kaninchen ist bereits zur Stelle und eilt voraus in „Alices Welt“ mit den vielen seltsamen Hutmachern, die dort ihre rätselhaft verwirrenden Teestunden zelebrieren.

  • Jeder Nachtbar wohnt ein Zauber inne – an jedem letzten Freitag in einer Spielzeit. In der Dezember-Nachtbar ist es der Weihnachtszauber, der sowohl die Ensemblemitglieder als auch das Publikum regelmäßig in Scharen in das Rangfoyer des Deutschen Theaters treibt und gute Laune verbreitet.

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