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Moritz Beichl

  • Hinweis: exklusiv für Sie

    Über eine dunkle Wand gleiten die Lichtstreifen wie Wellenbewegungen sanft dahin. Noch kauert Volker Muthmann am Rand des Bühnenraums. Schon das Schweigen seines Lazarus erzählt viel von der Erschöpfung des gestrandeten Reisenden und seinem Lebensüberdruss. Mit diesem verweigert er sich seiner Umgebung schon so lange und ist ganz bei den Stimmen in seinem Kopf.

  • Gemeinsam heult es sich viel schöner, über eine weitere kaputte Ehe und dann auch über weibliche Rollenmuster, die in der Gender-Debatte ständig unter die Räder kommen. Auf der Bühne des Deutschen Theaters leuchtet jetzt das Schild „Crying Room“ auf, für sechs Schauspielerinnen und ihren gemeinsamen Chor. In dem ist alles erlaubt, auch hysterisches Kreischen, sich krümmen und scheinbar verzweifelt ausflippen. Taschentücher sind ausreichend vorhanden, um dabei auch ein bisschen Makeup zu verschmieren, und noch mehr Power, um anschließend ganz entspannt für ein gemeinsames strahlendes Lächeln zu posieren. Dafür gibt es auch Sonderapplaus, bevor es wieder um „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ geht und das emotionale Desaster einer erfolgreichen Modedesignerin, die sich unsterblich aussichtslos verliebt.

  • Moritz Beichl ist Autor und Regisseur. Sein Spezialgebiet sind Gender-Fragen. Man könnte ihn auch als ›Queerdenker‹ bezeichnen. Nach seinem Regiestudium, das er im Jahr 2017 an der Theaterakademie Hamburg abschließt, wird er mit seiner Inszenierung der »kleinstadtnovelle« von Roland M. Schernikau zu zahlreichen Festivals eingeladen und belegt den zweiten Platz beim Körber Studio Junge Regie. Dort begegnet er Erich Sidler. Aus dieser Begegnung entsteht bereits in der Spielzeit 2017/18 eine Zusammenarbeit.

  • Hinweis: exklusiv für Sie

    Gewaltig bestürmt wird Shakespeares Illyrien. Doch dort stranden jetzt nicht nur Viola und ihr Zwillingsbruder Sebastian mit dem Seemann Antonio. Auf der Bühne des Deutschen Theaters kämpfen zunächst auch die Inselbewohner mit den wilden Luftgeistern, bis die Gestalt am Piano scheinbar besänftigend einschreitet. In Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“ erscheint sie immer wieder als „die Seele Illyriens“, die sich ihre unerfüllbare Sehnsucht nach Liebe herbei träumt und nun ihr eigenes Spiel mit all den verliebten und verrückten Inselmenschen treibt. Regisseur Moritz Beichl lässt Katharina Müllers „Illyria“ in seine Inszenierung die magischen Momente heraufbeschwören, die auf der alltäglichen Bühne fast immer stranden. Auf den Theaterbrettern dürfen sie leidenschaftlich herausfordernd, gern auch maßlos sein und rettungslos austreiben, wenn auch nicht ohne Komplikationen.

  • Illyrien erscheint wie eine verrückte Inselwelt, auf der die Gefühle irrlichtern. Aber vielleicht ist es ja doch ein paradiesischer Ort für Träume, die alles zulassen und auch deshalb die Figuren immer wieder in Verwirrung stürzen.

  • Theatermagazin Szenenwechsel: Premiere “Die bitterenTränen der Petra von Kant“ am Deutschen Theater - Gespräch mit Regisseur Moritz Beichl

  • Die Rolle des Außerirdischen in dem Film „Der Mann, der vom Himmel fiel“, sollte David Bowie nicht loslassen. 40 Jahre später, kurz vor seinem Tod, widmete er der Gestalt in der ewigen Fremde auch seinen tragischen Abgesang.

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