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Moritz Schulze

  • „Lesung, Wein & Musik“ – das ist eine bewährte Kombination, die anlässlich der Internationalen Händel-Festspiele in der Weinhandlung Bremer stattfindet. Überhaupt ist die Familie Bremer seit der Gründung eng mit den Festspielen verbunden.

  • Hinweis: exklusiv für Sie

    Die Fakten sind auch zehn Jahre nach Kriegsbeginn noch gegenwärtig. Philoktet hat sich auf der stürmischen Überfahrt nach Troja von einer Schlange beißen lassen, um die Götter günstig zu stimmen. Weil seine stinkende Wunde und die Schmerzensschreie die Moral des griechischen Heeres schwächten, verbannte ihn Heerführer Odysseus auf die menschenleere Felseninsel Lemnos. Jetzt ist es an der Zeit, diese Fakten strategisch neu zu justieren, denn der Krieg dauert an. Jetzt ist Philoktet mit seinem tödlich treffsicheren Bogen wieder gefragt, um den Sieg über die Trojaner zu beschleunigen. In dieser seltsam sperrigen und monströsen Halle des Fridtjof-Nansen-Hauses beginnt ein taktischer Dreikampf, in den Müller die antiken Helden seines Schauspiels getrieben hat. Odysseus macht den jungen Neoptolemos zum taktischen Verhandlungsführer mit dem vom Hass zerfressenen Inselbewohner.

    Nach zwei Produktionen in der DT-Tiefgarage hat das Deutsche Theater vor Beginn der neuen Spielzeit das frühere Goethe-Institut zum Bühnenschauplatz erklärt. Das historische Kaminzimmer im Fridtjof-Nansen-Haus bildet die dramatische Kulisse für Heiner Müllers Schauspiel „Philoktet“, das sich für Regisseur Elias Perrig als Krieg der Worte versteht. Gerungen wird um politische Prinzipien, existenzielle Wahrheiten und moralische Werte, während sich die drei antiken Helden ein mörderisches Gefecht liefern.

  • Von oben herab segelt ein Kreuz und bohrt sich in den Bühnenboden. Wumm. Moritz hat sich die Kugel gegeben. Irgendwann ist ihm alles zu viel geworden, was sein Körper mit ihm macht. Diese feuchten Träume, die Verwirrung in so vielen schlaflosen Nächten. Dann ging in der Schule auch alles daneben mit dem ewigen Leistungsdruck. Er ist nicht das einzige Opfer in Frank Wedekinds Schauspiel „Frühlings Erwachen“ und dieser Geschichte jugendlicher Ausbruchsversuche, wo die Welt aus den Fugen gerät und vor allem das Gefühlsleben, das so schwer zu begreifen ist und zu beschreiben, wo manchmal die Worte einfach versagen. Umso mehr berührt seine „Kindertragödie“ in der Musicalfassung „Spring Awakening“, die Niklas Ritter am Deutschen Theater inszenierte. Die verwirrenden Sehnsüchte und Ängste bekommen eine musikalische Stimme und das Innenleben der Figuren spiegelt sich auch in der Sprache der Bilder.

  • „Singen!“ skandiert der Bühnenchor. Diese Tosca darf einfach nicht sterben. Singen soll sie auch unmittelbar nach der heimtückischen Ermordung ihres Geliebten. Jetzt endlich erheben die oft so teilnahmslos anmutenden Beobachter der Ereignisse ihre Stimme. Und das nicht etwa gegen eine gnadenlose Staatsmacht und ihre ebenso gnadenlosen Helfershelfer, sondern einzig für eine weitere Arie. Die Künstlerin gewährt ihnen noch eine tragische Melodie. Doch im Grunde gilt sie nur diesem einen letzten Ton, in dem ihr unendlicher Schmerz ungetröstet verhallt. So wie Giacomo Puccinis berühmte Oper hat auch das Schauspiel Tosca in der Inszenierung von Joachim Schloemer am Deutschen Theater dafür keine Worte mehr.

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