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Theater im OP

  • Ein regelrechtes Leben führen, sich zivilisiert verhalten, das richtige tun, das was gute Menschen tun – Wer hat denn das Recht festzulegen, was das bedeutet?

  • Vier Menschen in vier Wänden. Zwei Ehepaare. Zwei Männer. Zwei Frauen. In Yasmina Rezas Theaterstück „Der Gott des Gemetzels“ erwächst aus dieser kammerspielartigen Situation eine Verhaltens-Studie über den modernen Menschen, von dem sich im Interessenskonflikt mit dem Anderen jede mühsam antrainierte, zivilisatorische Schicht des Anstands Stück für Stück abschält. Das Theater im OP hält sich in seiner Interpretation des Stoffes unter der Regie von Laura Apel sehr nah an die Vorlage und scheint vor allem darin versucht, dem Tempo der rasanten Wortgefechte Rechnung zu tragen.

  • Charles Dickens „Eine Weihnachtsgeschichte“ gehört zu den beliebtesten und meist-adaptierten Erzählungen der Weltliteratur. Was könnte über den Ursprungsstoff hinaus also noch gesagt werden, das nicht schon längst von Dickens selbst oder einer der vielzähligen Adaptionen gesagt worden ist? Was ließe sich seit den Interpretationen der Muppets, der beliebten Disney-Figuren oder Bill Murray noch entdecken, das bis dahin verborgen geblieben war? Und wie ließe sich die Geschichte vielleicht sogar ein Stück weit neu denken? Möglicherweise besteht eine Möglichkeit darin, die Geschichte zunächst einmal verstummen zu lassen, um sie dann mit einer anderen Stimme neu zu erzählen. In der Interpretation des Theater im OP unter der Regie von Miriam Feix und Franziska Karger bedeutet diese Suche nach einer neuen erzählerischen Stimme, zunächst einmal einen Wandel des Formats. Abgesehen vom offensichtlichen Transfer vom Buch auf die Bühne, betrifft das die Übersetzung in eine andere Sprache. Neben der deutschen Lautsprache wird die Geschichte nämlich gleichermaßen in deutscher Gebärdensprache aufgeführt. So wird aus Dickens Erzählung ein bilinguales Theaterstück.

  • Was ist das Böse? – Keine Ahnung, aber es trägt jedenfalls eine schwarze Uniform.

    Zum absoluten Zeichen des Schreckens ist die schwarze Kluft der „Schutzstaffel“ geworden, „Nazi“ das ultimative Schimpfwort. War es das Ziel des Herrn aus Braunau am Inn, ein Mythos zu werden, dann ist dies leider auf gutem Wege.

    Und doch sind Taten, die dazu führten, passiert. Keine Einbildung, keine Erfindung. Von einer dieser Ungeheuerlichkeiten erzählt Ingrid Storz‘ in „Gnadentod“. Die 1939 geborene Schauspielerin, Regisseuren, Schauspiellehrerin schrieb dieses Werk als Abschlussarbeit ihres Regiestudiums in Salem, Massachusetts, 1995. Es behandelt die systematische Tötung sogenannten „unwerten Lebens“; dies hieß damals Menschen mit körperlichen, geistigen, seelischen Behinderungen – nach dem Kriege als ‚Aktion T 4‘ bekannt geworden.

  • Der junge Andri hat als Jude einen schweren Stand in „Andorra“. Die Gesellschaft, die Max Frisch mit seinem Stück entlarvt, gibt sich vordergründig. liberal, tolerant und weltoffen. Aber Andri bekommt vor allem ihre Vorurteile zu spüren und dass er bei jedem Konflikt automatisch an den Pranger gestellt wird.

  • Hinweis: exklusiv für Sie

    „Andorra“, das wohl bekannteste Theater Max Frischs, dessen Uraufführung schon fast 58 Jahre zurückliegt, erlangt in Zeiten von neu aufflammendem Fremdenhass und wachsenden extremistischen Strömungen erneut eine hohe Brisanz. Das Werk setzt sich mit Vorurteilen auseinander, mit den Folgen von Ausgrenzung und Rassismus, mit der Angst vor dem Fremden und der Unfähigkeit, die eigene Schuld zu erkennen.

    Die Premiere, die die bis auf den letzten Platz gefüllten Reihen des ThOP erleben durften, zeigte, dass es nicht vieler Requisiten und keiner Masse an ausgefallenen, der 60er Jahre angepassten Kostümen bedarf, um ein Stück, dessen Thematik so zeitlos ist, in einer großartigen Inszenierung auf die Bühne zu bringen. Es gelang den Ensemblemitgliedern mit schauspielerischer Höchstleistung und einer Sprache, die einerseits nahe am Text, andererseits stellenweise an die Aktualität angepasst war, eine Geschichte zu erzählen, die bewegt, mitreißt, nachdenklich macht.

  • Beverly und seine Violett haben ein praktisches Agreement gefunden und gehen sich trotz Pillen,Whiskey und anderen Muntermachern endlich nicht mehr auf die Nerven. Ihre Töchter haben natürlich längst das Weite gesucht. Doch dann bringt die Nachricht, dass das Familienoberhaupt verschwunden ist, die Familie wieder zusammen, inklusive weiterer unliebsamer Angehöriger.

  • Theatermagazin Szenenwechsel: „Wie es euch gefällt“ am ThOP Gespräch mit Regisseur Klaus-Ingo Pißowotzki

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