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ThOP

  • „Zukunft für immer“ hat der Dramatiker Martin Heckmanns seinen Prolog für drei Schauspielerinnen genannt. Dabei verspricht der Stand der Dinge kaum rosige Aussichten für die drei gestandenen Bühnenarbeiterinnen, die dabei noch einiges an Altlasten schultern. Auf der Spielfläche des ThOP haben sie nicht gerade viel Spielraum mit der kleinen Probebühne, einem schwarzen Vorhang im Rücken und der DDR Flagge. Wende und Wiedervereinigung sind nun mal in die Jahre gekommen, ebenso wie die Hammer- und Sichel-Ära zuvor. Das könnte zu einer frustrierenden Bilanz führen. Doch wer meint, dass die Inszenierung von Matto Jordan jetzt auf ein sentimentales Lamenti zusteuert, wird an diesem Abend vom Feinsten ausgetrickst.

  • „Das Publikum nahm die Iphigenie der Frau Erhartt mit begeisterter Hingebung auf“, ließ Theodor Fontane die Leserschaft der Vossischen Zeitung am 12. Mai 1874 wissen. Ein kleiner Seitenhieb auf „ein Publikum, in dem das Freibillet und die Dankbarkeit vorherrschten“, war ihr ebenfalls vergönnt, bevor Fontane die Aufführung am Berliner Theater am Gendarmenmarkt kunstvoll sezierte und sie mit Nachmittagspredigt in einer Kirche verglich, die ihn deutlich mehr anzusprechen vermochte. Jetzt vergnügt er mit dem pointierten Finale seiner Iphigenie-Chronik das ThOP-Publikum bei dieser kommentieren Lesung seiner Theaterkritiken.

  • Mit „Dracula“ von Abraham „Bram“ Stoker aus dem Jahre 1897 hat der English Drama Workshop Göttingen unter der Regie von Richard Varela einen echten Klassiker der Weltliteratur für die Bühne adaptiert. Man hat sich dabei anders als viele gegenwärtige Varianten des Vampir-Stoffes gegen eine explizite Interpretation oder eine radikale Umdeutung des Ursprungsstoffes entschieden und sich stattdessen an einer möglichst vorlagentreuen Überführung versucht, die die Horror-Vision von Stoker ernst nimmt, ohne sie ironisch zu brechen oder humoristisch zu überhöhen. Einkürzungen oder Hinzugefügtes blieben folglich den gesamten Abend über eine Seltenheit. Lediglich aus dem wahnsinnigen Dracula-Verehrer Renfield wurde entgegen der Vorlage in der Adaption eine Frau (gespielt von Karin Reilly). Alle anderen Figuren und die gesamte Handlung wurden dagegen beibehalten.

  • Das ThOP ist ein wichtiger Baustein der Göttinger Theater- und Kulturszene und spricht mit seinem Programm vor allem – aber nicht nur – das studentische Theaterpublikum an. Was aber die wenigsten wissen: das ThOP ist auch Teil der Lehre der Universität. Es bietet viele theaterpraktische Lehrveranstaltungen im Gebiet der uniweiten Schlüsselkompetenzen an. Es ermöglicht, das Berufsprofil „Theaterpraxis“ zu studieren und ein Zertifikat „Theaterpraxis und Präsentation“ zu erwerben.

  • In ihren Krimis stellte Agatha Christie stets wunderbare Fallen auf, in die sie ihre Leser gern verstrickte. Schließlich führt kaum eine Mördersuche auf direktem Wege zum Erfolg. Das macht ja die Sache auch spannend, wenn Indizien so gar nicht zusammen passen wollen und nun über Alibis, falsche Verdächtigungen und intrigante Manöver spekuliert werden kann, bis der wahre Täter am Ende enttarnt wird.

  • Shakespeare ist gemeinhin bekannt für so mancherlei eigenwillige Figuren, doch eine Adaption, in der ein Batman-Kostüm vorkommt, dürfte auch in diesem Universum ein Novum darstellen. Am vergangenen Mittwochabend, den 25. April, erlebte „Viel Lärm um nichts“ seine Premiere im studentischen ThOP. Diese Komödie unter der Regie von Orthey Stoll erzählt eine rührend-witzige Liebesgeschichte von zwei Paaren, eines davon bestehend aus zwei widerspenstigen Querköpfen.

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