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Samstag, 3. Oktober 2020 19:45 - 20:45

Clavier-Salon

Mozart zum Kugeln 

Musik & Satire: Klaus Pawlowski & Gerrit Zitterbart

Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Debussy

Tea for two q.jpg

Link zum Veranstalter

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Eintritt: 

20 €, Schüler 10 €, eventuell zuzüglich Vorverkaufsgebühren

Studierende der Universität Göttingen freier Eintritt mit dem Kulturticket


Eintrag in der Künstlerdatenbank:

www.gerrit-zitterbart.de

 

 

Mit einem neuen Programm präsentieren Gerrit Zitterbart und Klaus Pawlowski ihre gemeinsamen Abende im Göttinger Clavier-Salon. „Mozart zum Kugeln“ klingt schon in der Ankündigung sehr vergnüglich.
Und so ist dann auch der Abend ein wunderbares Vergnügen: noch mehr als bei "Tea for Two" sind Texte des Satirikers Pawlowski und die Musik, gespielt vom Pianisten Zitterbart, aufeinander abgestimmt. Im neuen Programm werden acht Komponisten vorgestellt: Pawlowski charakterisiert den Komponisten augenzwinkernd, seine Texte in Reimform werden durch kurze Musikzitate ergänzt. Am Ende jedes Portraits steht beispielhaft ein kurzes Werk des Komponisten.
Acht Komponisten - und bei wem fängt man an? „Natürlich mit Johann Sebastian Bach,“ schmunzelt Gerrit Zitterbart. „Er hat in seinem Leben für viel Anfang gesorgt - weil er so viele Präludien geschrieben hat!“ Gesagt, getan: Pawlowski stellt den Barock-Komponisten als den „Befugten“ vor: „Er war der Spalten-Visionär, der durch und durch Befugte. Wenn unter eine Fuge her mal ein Motettchen lugte, schliff er es weg, behutsam zwar, doch immer etwas grimmig, bis seine Fuge fügsam war, und kontrapunktisch stimmig.“
Pawlowskis Texte, gespickt mit allerlei Wahrheiten und vielleicht der einen oder anderen kleinen Unwahrheit, erzeugte immer wieder für Lacher im ausverkauften Salon. Das setzte sich bei den anderen Komponisten fort.
Aber immer wieder trug auch Gerrit Zitterbart mit spannenden Informationen zum Gelingen des Abends bei: Zu Mozarts Aufenthalt als Achtjähriger in London berichtete Zitterbart von dem Reiseclavichord, das der junge Komponist kennengelernt hat - und präsentierte auf dem Squarepiano aus London das Klavierstück F-Dur KV 33b, das Mozart im Alter von 10 Jahren komponiert hatte. Pawlowski beschreibt in seinem Mozart-Text dessen „göttliches Gehör“: „Mein Fazit: Mozart schenkt den Ohren ach so schöne serail-liche Entführungen und Zauberflöten-Töne. So prall wie eine Hochzeit, findet auch mein Figaro. Und Musiker wie Gerrit macht er ganz fidelio. Fidelio ist nicht von Mozart? Ist von Ludwig van? Sie mal einer an.“
Damit war die Überleitung zu Beethoven gelungen. In den „neun erhabenen Momenten“ wurden die Sinfonien durchdekliniert, am Ende gab es Musik aus dem Albumblatt a-Moll WoO 59 auf dem Flügel nach Anton Walter (Wien 1795).
Und so ging es weiter: vom „Liedermacher“ Franz Schubert, Felix Mendelssohn-Bartholdy („der Vielgereiste“), Robert Schumann und seinem Erlkönig, vom Bart von Johannes Brahms und von dem schönen Claude Debussy. Bei den Recherchen für das Programm fand Pawlowski sogar einen eigenen Liedtext von Schubert: „Sah ein Knab ein Rösslein stehn, Rösslein auf der Weide. War so stark, so stolz, so schön…“ Wegen der Ähnlichkeit zu Goethes Text habe Schubert dann doch Abstand von der Vertonung des eigenen Textes genommen.
Diese Version gab es am Ende doch noch zu hören: die beiden schmunzelnden Künstler trugen diese Uraufführung vor - und man merkte ihnen an, dass sie enorm viel Spaß daran und am gesamten Programm hatten.
Das hat mit 60 Minuten genau die richtige Länge. Und wer vielleicht noch den einen oder anderen Komponisten vermisst hat - der muss auf die Nach-Coronazeit warten. Dann kann das komplette Programm mit einer regulären Pause präsentiert werden.
Jens Wortmann

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Ort:

Clavier-Salon
Stumpfebiel 4
37073 Göttingen

 

 

 

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