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Der 25. Januar ist der „Gegenteils-Tag“

(… und es gibt für viele deutsche Wörter mit der Vorsilbe „un“ kein Gegenteil)

Ich kann genau, also gefähr es sagen:
Geschehen ist mir das Gemach vor vierzehn Tagen,
als diese förmig und geschlacht gebaute Dame
(Andrea ist  ihr durchaus säglich schöner Name)
ich muss schon sagen merklich in mein Leben trat,
indem sie flätig, also wirsch um Feuer bat.

Es wollte Annett aus Bovenden
zu Weihnachten gerne was spenden
Nein, nicht Geld, das macht jeder
Für Erkältungsbäder,
wird sie Fichtennadeln versenden.

In Dubai hat Grit aus Klein Lengden
keinen Weihnachtsstress, keinen anstreng’den.
Dafür täglich am Strand
Weihnachtslieder vom Band,
und am Festbüfett muss sie sich dräng‘den

Es verordnet Simone aus Grone,
auf dass sie den Geldbeutel schone,
während des Advents
sich Kaufabstinenz
und meidet die Fußgängerzone.

Am Festtag will Ludwig aus Roringen
seinen Antrag an Edeltraut vorbringen.
Knien geht nicht mehr,
deshalb sollte er
ihr „Süßer die Glocken“ ins Ohr singen.

Ein Geimaraner im Rischen
tut am Festtag ganz gern einen zischen.
Erst verteilt er dezent
Präsent um Präsent,
später liegt er liegt er als solches dazwischen.

Auch dem Eberhard vom Hohen Hagen
geht es gut an den festlichen Tagen.
Halbe Gans muss schon sein,
dazu zwei Flaschen Wein.
Und ins Bett darf Anita in tragen.

Leider kommt die Elfriede aus Esebeck
bald am Festtag nicht ohne Askese weg.
Der Spekulatius war
noch vom letzten Jahr.
Als sie rein biss, brach ihr die Prothese weg.

Am Weihnachtstag sagt Jost aus Soest
zu sich selber viel zu oft Prost.
Klopft als Weihnachtsmann dann
bei der Nachbarin an,
rot bemäntelt, jedoch unbehost.

Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen.
Doch bei der FDP ganz trüb.
Der Lindner, der ist schwer am flennen,
denn alle ham sich nicht mehr lieb.
Strack-Zimmermann steht nur dumm rum.
Kubicki schmeißt das Bäumchen um
Der Buschmann tapert durch das Haus
und tritt das letzte Lichtlein aus.
Und Wissing rammt den Weihnachtsschlitten
Ein Fest mit reichlich Defiziten.

 

Ihr Kinderlein kommet

Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all
zur Krippe mit Festporzellan und Kristall
und seht was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel zu Essen gemacht.

Schon zieht übern Tisch jener duftende Schwall,
fettglänzend der Rotkohl, die Klöße so prall.
Perfekt dekantiert schimmert purpurner Wein.
Viel schöner und holder kann Weihnacht nicht sein.

Da liegt es das Gänschen, vernäht am Popo.
Mareike und Jochen tranchieren es froh.
Die redlichen Kinder, die greifen voll Lust
nach leckeren Schenkeln und knuspriger Brust.

O brechet, ihr Kinder, die Schenkel am Knie,
sind fettig die Händchen, dann lecket ihr sie.
Beißt freudig, ihr Kinder, es soll euch nicht reu’n
beißt freudig, ins weißliche Brustfleisch hinein.

Ja, das ist ein Fest voller Andacht und Glanz.
Still ruhen im Restsaft die Knochen der Gans.
Und jetzt noch zwei Schnäpschen, und nur keine Hast.
Nicht schlimm, wenn ihr deshalb die Kirche verpasst.

 

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