Meine Bestellungen

Ihr aktueller Status:

Sie sind Gast auf dieser Seite.

Registrieren Sie sich, um Ihren Status zu ändern.
Bestellen Sie einen Tageszugang oder ein Abonnement, um alle Funktionen freizuschalten und alle Texte lesen zu können.

Willkommen im Kulturportal vom Kulturbüro Göttingen. 

Hier finden Sie Termine und Nachrichten aus dem Kulturleben der Region. 
Ihre Möglichkeiten als Benutzer:in auf dieser Seite sehen Sie, wenn Sie auf das Menü rechts klicken. (Die drei kleinen schwarzen Balken)

Information
Stadt Göttingen

Stadthalle Göttingen: Situation am Baumarkt wirkt sich auf die weitere Sanierung aus

Information
Meldung von Stadt Göttingen - Erschienen am 16.Juni 2022

Die aktuellen Krisen haben bundesweit einen starken Einfluss auf den Bausektor. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine führen zu Preissteigerungen am Markt sowie zu Problemen in den Lieferketten, die finanzielle Prognosen durchkreuzen. Diese Situation betrifft auch die Bauprojekte der Stadt Göttingen, wie zuletzt im Bauausschuss am 21. April 2022 berichtet. Die Stadt nimmt das jüngste Update zum Stadthallen-Finanzreport vom 31. Mai 2022 daher zum Anlass, einen Sachstand sowie Prognosen zu den aktuellen Entwicklungen der Sanierungsmaßnahme zu geben.

Nach derzeitigem Stand geht die Stadt davon aus, dass sich die Kosten um etwa 20 Prozent im Vergleich zu den zuletzt veranschlagten Sanierungskosten erhöhen werden. Demnach steigen sie von rund 34,6 Millionen Euro auf voraussichtlich 41,5 Millionen Euro. Wesentlich verantwortlich dafür sind die deutlichen Material- und Lohnpreissteigerungen im Bausektor. Diese Steigerungen sind Folge der komplexen Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges, welche zu einer Verknappung von Material sowie zu gestörten und unterbrochenen Lieferketten führen.

„Die Situation im Bausektor macht allen zu schaffen, auch der öffentlichen Hand“, äußert sich Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt zur aktuellen Lage. Der Druck auf dem Bau sei enorm, die jüngsten Krisen hätten wie ein Brandbeschleuniger gewirkt, so Broistedt. Das, was Privatleute bei ihren Bauvorhaben spüren, sei auch für die Stadt Göttingen mit ihren zahlreichen Bauprojekten eine besondere Herausforderung, teilweise lägen die Preissteigerungen im Baubereich deutlich über 40 Prozent. Jetzt gelte es, transparent mit der Lage umzugehen, die Situation darzulegen und allen Beteiligten ein klares Bild zu bieten.

Christian Schmetz, Erster Stadtrat und derzeit auch stellvertretender Leiter des Baudezernats, ergänzt, dass zum jetzigen Zeitpunkt die im Wirtschaftsplan der Stadthalle für das Jahr 2022 bereit gestellten Mittel ausreichen. „Ein Nachtragswirtschaftsplan für das Jahr 2022, um zusätzliches Geld freizumachen, ist aktuell nicht erforderlich“, sagt Schmetz und kündigt an, die jetzt erkennbaren Mehrkosten im anstehenden Aufstellungsverfahren für den Wirtschaftsplan 2023 anzumelden. Indirekt betroffen wird aber auch der nächste Haushaltsplan der Stadt sein. Hier werden die bisher veranschlagten Betriebszuschüsse ebenfalls angehoben werden müssen. Unabhängig davon muss - wie im Bauausschuss am 21. April angekündigt - der Rat noch die notwendigen finanziellen Mittel für die Freianlagen zur Verfügung stellen.

Die geschilderten Umstände beeinflussen vor allem durch die Probleme bei den Lieferketten auch den Zeitplan des Sanierungsprojekts. „Wir prüfen aktuell mit den beteiligten Unternehmen und der Generalplanung, wie die Situation entspannt werden kann“, betont Christian Schmetz. Geprüft würden beispielsweise alternative Materialien oder Lieferketten. „Das ist sehr komplex und das Ergebnis noch völlig offen.“

Der Baubeginn der Freianlagen sei für das vierte Quartal 2022 vorgesehen, die weitere Ausführung parallel zur Finalisierung der Sanierungsmaßnahme. „Das schafft wechselseitig besondere Herausforderungen, insbesondere vor dem Hintergrund der zeitgleichen Bauabläufe und der für Veranstaltungen notwendigen Herstellung von Flucht- und Rettungswegen im Außenbereich.“ 

„Die Lage auf dem Bau ist kein Göttinger Problem. Wir arbeiten weiter intensiv daran, am bestehenden Zeitplan festzuhalten“, unterstreicht die Oberbürgermeisterin. Denn trotz der eingeplanten zeitlichen Reserven gibt es nicht beeinflussbare Faktoren, wie beispielsweise ob alle Ausschreibungen auch Ergebnisse bringen, ob Materialien lieferbar sind oder wie die Wetterbedingungen im Winter sein werden. „Wir haben uns daher dafür entschieden, wichtige Meilensteine im Zeitplan abhängig von den Ergebnissen der erforderlichen Abstimmungen zu gestalten.“ Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist für das erste Quartal 2023 vorgesehen. Das Soft Opening als Testbetrieb, bei welchem verschiedene Veranstaltungsarten probehalber durchgeführt werden, wird voraussichtlich zwischen dem zweiten und dem dritten Quartal 2023 beginnen. Die Eröffnung der sanierten Stadthalle soll dann zusammen mit der fertiggestellten Außenanlage möglichst in 2023 stattfinden.

„Die Stadthalle Göttingen wird nachhaltig saniert und als Multifunktionshalle in zentraler Lage die Kulturszene bereichern“, untermauert Oberbürgermeisterin Broistedt. Alle früheren Entscheidungen zur nachhaltigen Kernsanierung seien gut abgewogen und diskutiert worden. Broistedt: „Vor allem mit Blick auf den Aspekt der Nachhaltigkeit war die Entscheidung zur Kernsanierung richtig und ist es heute noch. Ich freue mich bereits jetzt auf die Eröffnung des ‚Kachelofens‘.“