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Barbara

Erinnerung an Chansonsängerin Barbara

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25. Todestag
Meldung von der Stadt Göttingen - Erschienen am 21.November 2022

Die Stadt Göttingen gedenkt anlässlich ihres 25. Todestages am Donnerstag, 24. November 2022, der französischen Chansonsängerin Barbara. Göttingen hat ihr sehr viel zu verdanken. Ohne sie würde es kein „Göttingen-Lied“ geben, das die Stadt nicht nur im französischsprachigen Raum bekannt gemacht hat. Das Lied komponierte Barbara im Sommer 1964 in Göttingen. Die Sängerin war damals Star eines umjubelten Gastspiels im Jungen Theater. 

Der Chanson „A Göttingen“ ist eine Liebeserklärung voller Poesie und Melancholie. Es wurde ein einzigartiger musikalischer Brückenschlag zwischen den Menschen in Frankreich und Deutschland, ein ganz besonderer Beitrag zur deutsch-französischen Verständigung.

In „Göttingen“ singt Barbara von den schönen Rosen und der Liebe, die in Göttingen blühen, und von den Kindern dieser Stadt. Und sie wendet sich gegen den Hass, der die Welt zerstört.  Diese Intention hat bis heute nicht an Aktualität verloren. Die Stadt Göttingen hat Barbara 1988 mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet, nachdem sie 1987 bereits das Bundesverdienstkreuz 1.Klasse der Bundesrepublik Deutschland erhalten hat.

An Göttingens berühmteste Botschafterin für die Völkerverständigung erinnern außerdem die Gedenktafel am „Lumière“ (früher Junges Theater) in der Geismar Landstraße und die Barbarastraße auf den Zietenterrassen.

2016 hatte das Städtische Museum die Ausstellung „barbara 1964" konzipiert.  Die hohe Besucherzahl aus dem In- und Ausland hatte einmal mehr gezeigt, welche Bedeutung Barbara noch immer zukommt. Es reisen noch immer Schulklassen, auch von außerhalb Göttingens, an, um sich im Museum über Barbara und ihre Geschichte zu informieren.

Barbara, die mit bürgerlichem Namen Monique Serf hieß und aus einer jüdischen Familie stammte, musste aus dem von Deutschland besetzten Teil Frankreichs fliehen. Nach der Befreiung ihres Heimatlandes studierte sie klassische Musik. Seit ihrem Tod 1997 legten Jacques Boutler und seine Frau Susanne, deren Familie aus Göttingen stammt, im Auftrag der Stadt Rosen mit einer Schärpe der Stadt Göttingen auf dem Grab nieder. Diese Zeremonie führten die Boutlers seither jedes Jahr an Barbaras Geburtstag, am 9. Juni, und an ihrem Todestag, am 24. November, fort. Nachdem Susanne Boutler in diesem Jahr verstarb, hat sich ihr Sohn Frédéric Boutler dankenswerter Weise bereit erklärt, die Tradition fortzusetzen und als „Botschafter“ der Stadt Göttingen am 24. November, wenn sich der Todestag von Barbara zum 25. Mal jährt, Blumen an der Grabstelle von Barbara auf dem Pariser Friedhof de Bagneux niederzulegen.