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Passend zu diesem Text

  • Energiegeladene Farben

    Informationen
    Nazelí Gabriela Arsenyan und Vladislav Kozin in der Rathaus-Serenade
    erschienen am 20 September 2022
    Göttinger Symphonie Orchester Nazelí Arsenyan Rathausserenade Vladislav Kozin
  • Informationen
    Dmitri Feinschmidt und Stefan Kordes

    Frisch und spritzig

    Informationen
    Zum Abschluss des Zyklus der 10 Violinsonaten Beethovens erklangen dessen »Frühlingssonate« und »Champagnersonate«
    erschienen am 09 April 2022
    Dmitri Feinschmidt Jacobikirche Stefan Kordes
  • Berührend und emotional

    Informationen
    GSO-Streichquartett mit Beethovens Opus 59 Nr. 1
    erschienen am 27 Oktober 2020
    Atsushi KomatsuHayakawa Dmitri Feinschmidt Göttinger Symphonie Orchester Thomas Scholz Vladislav Kozin
  • Musik und Wein in spätsommerlicher Atmosphäre

    Informationen
    Matinee mit dem GSO-Streichquartett
    erschienen am 06 September 2020
    Atushi Komatsu Hayakawa Dmitri Feinschmidt Göttinger Symphonie Orchester Thomas Scholz Vladislav Kozin Weinhandlung Bremer
  • Informationen
    ….und ihre Briefe aus Italien

    Mozart und Mendelssohn in Italien

    Informationen
    Serenade im Alten Rathaus
    erschienen am 03 Mai 2019
    Atsushi Komatsu Hayakawa Dmitri Feinschmidt Göttinger Symphonie Orchester Thomas Scholz Vladislav Kozin
  • Informationen
    Zu bewegtem Spiel trafen sich Flöte, Geige und Cello

    „Das Programm ist nicht ganz gewöhnlich“

    Informationen
    Antje Vetterlein-Helm (Flöte), Yair Lantner (Viola) und Johann-Sebastian Sommer (Cello)
    erschienen am 14 März 2019
    Antje Vetterlein-Helm Johann-Sebstian Sommer Yair Lantner
  • Zwischen Walzer und Polka

    Informationen
    Mit Leidenschaft und voller Elan
    erschienen am 24 Januar 2019
    Dmitri Feinschmidt Göttinger Symphonie Orchester Jordu Herrera Roca Takanari Koyama Yair Lantner
  • Saitensprünge mit Vivaldi

    Informationen
    erschienen am 29 Oktober 2015
    Andreas Düker Dmitri Feinschmidt Takanari Koyama Thomas Scholz
Information
PLUS-Artikel - freigegeben für alle Leser:innen
GSO Rathausserenade
Mit Dmitri Feinschmidt, Nazelí Arsenyan und Yair Lantner 

Klangwelt von der schönsten Saite 

Information
Rezension von Tina Fibiger - Erschienen am 6.April 2022

In der ungewöhnlichen Besetzung mit zwei Geigen und einer Bratsche gestalteten Mitglieder des Göttinger Symphonieorchesters die Rathausserenade. Es erklangen Werke von Dvořák und Kodály.

Die Viola scheint den Ton anzugeben für die beiden Violinen. Aber das vor allem für diese matt schimmernde Grundierung, in der sich jetzt die beiden Violinen entfalten, um sich mit der Viola auf einen mehrstimmigen Gesang mit Antonín Dvořáks C-Dur Terzetto einzustimmen. Für ihre Rathausserenade hatten sich Dmitri Feinschmidt (Violine), Nazelí Arsenyan (Violine) und Yair Lantner (Viola) auf ein Programm mit Raritäten verständigt. Selten haben Komponisten für ihre Streichtrios der Viola den Vorzug vor dem Cello gegeben. Dabei lassen sie für die Musiker wie auch für das Publikum im Alten Rathaus wunderbare Entdeckungen machen, wenn es wie an diesem Abend zu faszinierenden Saitenströmen mit Dvořáks Terzetto und mit der Serenade von Zoltán Kodály kommt.

„Die Arbeit freue ihn ebenso sehr, als wenn ich eine Sinfonie schriebe“ heißt es im Programmheft über einen Brief Dvořáks an seinen Verleger, um bereits mit der Introduzione ein kleines Feuerwerk zu entzünden. Gezupfte tanzendeTöne schwingen sich auf wie zu einer spontanen Tour de Force mit spontanen dramatischen Ausbrüchen, in denen ein Gewebe facettenreicher melodischer Figuren ausschwärmen kann. Impulsiv pulsierend begegnen sich hier die drei GSO-Musiker:innen, als ob sie einander die Motive zuspielen, um sie in ihren Variationen weiter zu nuancieren und gleichzeitig auf die nächste harmonische Wendung gespannt sind, der die gemeinsame Saiten-Poesie beflügelt. Sie schöpfen aus lyrischen Momenten und mythischen Sphärenklängen bis es wieder an der Zeit ist für einen beschwingenden Tanz oder auch ein fröhliches Gelage, das an ein Commedia dell’arte Szenario denken lässt, bei dem sich die Gaukler wechselseitig mit artistischen Figuren überraschen.

Auch in Zoltán Kodálys Serenade blitzt immer wieder ein artistisches Vergnügen auf, das er in traditionelle Motive seiner ungarischen Heimat einbettete. Wieder ist es die Viola, die den atmosphärischen Raum grundiert, sei es für eine sanfte Elegie oder eine Saitenstimme der Wehmut, die sich schon bald wieder in einen tänzerischen Kosmos begibt, oder einen Moment von dramatischem Aufruhr hin zu einem belebenden Finale.

Nazelí Arsenyan, Dmiti Feinschmidt und Yair Lantner feiern mit diesem Abend auch ein musikalisches Fest. Ursprünglich sollte ihr Konzert bereits vor zwei Jahren stattfinden und musste dann aufgrund der Pandemie immer wieder verschoben werden. Umso größer ist die Freude, jetzt endlich diese farbenreich pulsierenden Streichertrios auch ein Publikum zu erkunden.

Mit den beiden Zugaben knüpfen sie an die berührende Wirkung an. In einem Lied von John Dowland lassen sie seine Klangwelt von der schönsten Saite aufleuchten, um sich mit ihren Instrumenten in einem armenischen Gebet auch einen Moment der musikalischen Andacht zu widmen. 

Die nächsten Konzerte des Göttinger Symphonieorchesters:


Donnerstag, 7. April, 19.45 Uhr in der Lokhalle: Sonntags-Matinee 5 – Youngstars mit Sara Göbel (Violine)
Samstag, 23. April, 19.45 Uhr und Sonntag, 24. April, 17 Uhr in der Lokhalle: Nacht der Filmmusik – Tribute to John Williams
Donnerstag, 28. April und Freitag, 29. April, 19.45 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz: Aula Klassik 4