Meine Bestellungen

Ihr aktueller Status:

Sie sind Gast auf dieser Seite.

Registrieren Sie sich, um Ihren Status zu ändern.
Bestellen Sie einen Tageszugang oder ein Abonnement, um alle Funktionen freizuschalten und alle Texte lesen zu können.

Willkommen im Kulturportal vom Kulturbüro Göttingen. 

Hier finden Sie Termine und Nachrichten aus dem Kulturleben der Region. 
Ihre Möglichkeiten als Benutzer:in auf dieser Seite sehen Sie, wenn Sie auf das Menü rechts klicken. (Die drei kleinen schwarzen Balken)

Passend zu diesem Text

  • Publikum des Jahres 2022

    Informationen
    Händel-Festspiele gehören zu den Nominierten
    erschienen am 30 Dezember 2022
    Internationale Händel-Festspiele Göttingen
  • Aufsichtsratswechsel bei Händel-Festspielen

    Informationen
    Verabschiedung von Wilhelm Krull und Begrüßung von Volker Römermann
    erschienen am 24 November 2022
    Internationale Händel-Festspiele Göttingen
  • Händel Galakonzert, die Oper und die Händel-Competition im NDR

    Informationen
    Und ein erster Ausblick auf 2023
    erschienen am 16 Juni 2022
    Internationale Händel-Festspiele Göttingen
  • Sie haben geliefert!

    Informationen
    erschienen am 23 Mai 2022
    Internationale Händel-Festspiele Göttingen
  • Vom Sonnenaufgang zum Café George

    Informationen
    Mandoline und Laute im Sunrise-Konzert am Seeburger See und nachmittags im «Liesels«
    erschienen am 23 Mai 2022
    Anna Torge Internationale Händel-Festspiele Göttingen Michael Freimuth
  • Mit ganz viel Grusel und Magie

    Informationen
    Die Familienfassung zum Finale der Händel Festspiele
    erschienen am 23 Mai 2022
    Internationale Händel-Festspiele Göttingen Juri Tetzlaff
  • Informationen
    Händels Horizonte

    11. Festspieltag 22. Mai 2022

    Informationen
    Täglicher Podcast mit Tina Fibiger und Jens Wortmann
    erschienen am 21 Mai 2022
    HändelPodcast Internationale Händel-Festspiele Göttingen Szenenwechsel
  • Informationen
    Händels Horizonte

    10. Festspieltag 21. Mai 2022

    Informationen
    Täglicher Podcast mit Tina Fibiger und Jens Wortmann
    erschienen am 20 Mai 2022
    HändelPodcast Internationale Händel-Festspiele Göttingen Szenenwechsel
  • Informationen
    Galakonzert mit Julia Lezhneva, dem FestspielOrchester und George Petrou

    Einfach nur umwerfend

    Informationen
    Das Konzert wird auf NDR Kultur gesendet
    erschienen am 20 Mai 2022
    FestspielOrchester Göttingen George Petrou Internationale Händel-Festspiele Göttingen Julia Lezhneva
  • Informationen
    Händels Horizonte

    9. Festspieltag 20. Mai 2022

    Informationen
    Täglicher Podcast mit Tina Fibiger und Jens Wortmann
    erschienen am 19 Mai 2022
    HändelPodcast Internationale Händel-Festspiele Göttingen Szenenwechsel
Information
PLUS-Artikel - freigegeben für alle Leser:innen
Händel-Festspiele

Ein Schäferstündchen der Extraklasse.

Information
Eröffnungskonzert »Aminta e Fillide«
Rezension von Jens Wortmann - Erschienen am 13.Mai 2022

Mit einem begeisterndem Auftritt sind die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2022 eröffnet worden. Der neue künstlerische Festspielleiter George Petrou dirigierte erstmals in dieser Funktion das FestspielOrchester Göttingen. Im zweiten Teil präsentierten die Sopranistin Myrsini Margariti und der Sopranist Bruno de Sá ein Schäferstündchen der Extraklasse.

Er kam, sah und siegte. George Petrou betrat die Aula der Universität zum Eröffnungskonzert, mit warmem Applaus begrüßte ihn das Publikum. Und mit den ersten Takten von Händels Concerto Nr. 1 B-Dur (HWV 312) sprang der Funke über. Sowohl zwischen Orchester und dem Dirigenten als auch hin zum Publikum. Der neue künstlerische Leiter der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen eroberte die Herzen der Zuhörer:innen im Sturm.

Auf die Frage, wie man für das älteste Barockfestival der Welt neues Publikum gewinnen kann, sagte er einmal: „Indem man die beste Qualität liefert.“ Was er damit meinte, war an diesem Abend zu hören. Zwei Mitglieder des FestspielOrchesters Göttingen (FOG) meinten hinterher im Gespräch: „Es macht großen Spaß, mit George Petrou zu musizieren. Aber es ist ein unglaubliches Stück Arbeit.“ Und dann gebe es eben auch Dinge, die man nicht einstudieren kann. Ritardandi zum Beispiel. „Das macht er jedes Mal anders – oder auch gar nicht.“

Das Ergebnis dieser harten Arbeit kann sich aber hören lassen: Die vier Concerti Grossi, die zum Eröffnungskonzert erklangen, waren dramaturgisch geschickt sortiert. Nach dem Frühwerk Händels aus seiner hannoverschen Zeit folgten die Concerti 4, 2 und 5. Die Vielzahl der komplexen Klänge, der verschachtelten Fugen und der solistischen Stellen wie die der Violine (Elizabeth Blumenstock) und Oboe Dimitrios Vamvas) nahm zu. Petrou entlockte dem FOG atemberaubende Klangvielfalten. Zu Recht gab es bereits zur Pause die ersten Bravorufe.

Der Höhepunkt sollte allerdings noch kommen. Mit der Kantate Aminta e Fillide eroberte der 21jährige Händel Rom. In Göttingen begeisterte diese Kantate das Publikum, das am Ende stehende Ovationen . Neben dem FOG und George Petrou waren dafür die griechische Sopranistin Myrsini Margariti und der brasilianische Sopran Bruno de Sá verantwortlich. Myrsini Margariti sang virtuos in jeder Lage – und spielte, dass es eine Wonne war. Vielleicht kokettierte sie ein klein wenig zu viel. Ihr gegenüber stand Bruno de Sá, der gegenwärtig die Klassik-Szene mit seinem Sopran aufmischt. Zunächst mag dieser knabenhafte Sopran etwas befremdlich klingen. Denn seine Stimme klingt nicht nach einem Countertenor, die Farbe ist ganz anders. Was Bruno de Sá aber im Laufe dieser kleinen Oper aus seiner Kehle zauberte, war schier unglaublich. Mit großer Virtuosität steuerte er unglaubliche Höhen an. Er spielte mit den Tönen und setze Verzierungen bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Was für ein Erlebnis!

Margariti und de Sá verwandelten das Podest in ihre Bühne und führten dieses Funken sprühende Meisterwerk Händels direkt in den Garten der Arkadier mit seinen Fontänen und Kaskaden. Der junge Schäfer Aminta wirbt um die junge Schäferin Fillide. Und natürlich endet diese Geschichte in einem Happy End. In dem wunderbaren Duett „Per abbatter il rigore“ finden sie endlich zusammen. Weil Applaus und Jubel nicht nur die Wände der ehrwürdigen Aula zum Wanken brachten, sondern nicht enden wollten, ließ Petrou dieses Duett wiederholen. Diesmal sangen Margariti und de Sá Arm in Arm. Ein schöneres Happy End kann es nicht geben.

Und besonders schön ist: wer diesen phantastischen Abend verpasst hat, hat am 17. Mai um 19 Uhr noch einmal Gelegenheit. Dann wird dieses Programm noch einmal gespielt.