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GSO

Ausstrahlung und Energie

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»Christmas in Göttingen« mit Sophia Euskirchen und dem Göttinger Symphonieorchester
Rezension von Jens Wortmann - Erschienen am 12.Dezember 2022

Ein Weihnachtskonzert, das gute Laune verbreitet - zu erleben war das in der ausverkauften Lokhalle beim »Christmas in Göttingen« mit Sophie Euskirchen und dem Göttinger Symphonieorchester unter der Leitung von Nicholas Milton.

Sophie Euskirchen war bereits im Jahr 2020 Gast beim Weihnachtskonzert des Göttinger Symphonieorchesters. Damals ist sie eingesprungen – und hatte damals schon Aufsehen erregt. Mitten im Corona-Lockdown wurde das Konzert live aus der Lokhalle auf YouTube übertragen (das Video ist hier online zu finden).

Im Jahr 2022 genossen es Publikum wie Mitwirkende, dass das Konzert jetzt in Präsenz erlebt werden konnte. Chefdirigent Nicholas Milton ließ es sich nicht nehmen, die sympathische und begabte Sängerin erneut einzuladen. Milton, Euskirchen und auch die Musiker:innen des GSO verbreiteten von Beginn an gute Laune, das Publikum wurde immer euphorischer. Dazu hat sowohl das musikalische Programm mit etlichen Schlagern aus Musicals und Schlagern beigetragen, sondern auch die perfekte Wiedergabe der Musik.

Es ist eine große Freude und erfüllt Göttinger:innen mit Stolz, dass hier ein so gutes Orchester zuhause ist. An diesem Abend in der Göttinger Lokhalle (und zwei Tage zuvor in Einbeck) bewiesen sie als gesamtes Ensemble, aber auch in den einzelnen Stimmgruppen großes Können. Nicholas Milton trieb sein Orchester mit empathischem Dirigat zu Höchstleistungen – diese Verbindung des GSO zu seinem Chefdirigenten ist wahrhaft etwas Besonderes.

Das spürte auch Sophia Euskirchen, die natürlich ihre eigenen Akzente zu setzen wusste. Aber sie genoss auch sichtlich und hörbar den Orchesterklang. Und sie interpretierte die Songs mit ihrer wunderbaren und vielseitigen Stimme. Inzwischen ist die Sängerin mehrfach ausgezeichnet und tritt auf zahlreichen Bühnen in ganz Deutschland auf. Mit ihrer Ausstrahlung und Energie, mit ihren Augen, die bis in die letzte Reihe der ausverkauften Lokhalle strahlten, und mit ihrem gefühlvollen Ausdruck in den Songs erobert sie schnell die Herzen aller Zuhörer:innen.

Zu hören waren Medleys von Leroy Anderson, Songs wie »White Christmas«, »Frosty the Snowman« oder das berühmte »Let it snow«, aber auch Orchesterstücke wie die »Petersburger Schlittenfahrt« von Richard Eilenberg oder der Walzer aus Tschaikowskys »Schwanensee«.

Es muss nicht immer Bachs Weihnachtsoratorium sein, um die Vorfreude auf Weihnachten zu schüren. Ein Konzertabend wie dieser ist dazu auch hervorragend geeignet – vor allem dann, wenn beim launigen Programm die Qualität so stimmt wie hier. Chapeau!

Anmerkung des Rezensenten: 

Leider musste ich das Konzert nach etwa ¾ des Programms verlassen, um den Konzertort zu wechseln. In der Jacobikirche gab es die Kantaten IV bis VI von eben diesem Weihnachtsoratorium. Es geht auch beides am selben Abend 😉