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Junges Theater

Wenn es in der Schule gruselt….

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Digitale Premiere „Der kleine Vampir“
Rezension von Tina Fibiger - Erschienen am 25.April 2021

So schön gruftig hat es auf der Probebühne des Jungen Theaters bestimmt noch nie ausgesehen Da leuchten riesige Tüllwolken wie Spinnennetze, die schon reichlich Zeitstaub angesetzt haben. Der alte Sessel hat auch schon bessere Zeiten gesehen und vermutlich auch das kleine Gerippe, dem Agnes Giese sanft über den Kopf streicht. Es könnte ja schließlich auch mal eine Hauskatze gewesen sein, die da auf dem Tisch neben den vielen Kerzen schlummert, während die Schauspielerin sich in eine alte Foliante in das szenische Leseabenteuer Der kleine Vampir vertieft. Der gruselt jetzt mit seinem neuen Freund Anton in die Klassenzimmer hinein und auf die Displays, die sich manchmal auch verdunkeln.

Die Video-Premiere für die geplanten Schulvorstellungen versteht sich auch ein bisschen als Testlauf. Dann fällt halt für den Moment mal der Ton aus, wenn Agnes Giese sich in die finstere Tante Dorothee verwandelt, die sogar ihre blutrünstige Verwandtschaft in den Särgen schlottern lässt. Das Publikum im Videochat lässt sich auch nicht beirren, wenn die gruftige Kulisse plötzlich ein bisschen vernebelt und sendet dann neben Beifallskommentaren Hinweise wie „Ton weg“ oder „pixelige Übertragung“. Es vergnügt sich umso mehr an den Geschichten von Angela Sommer-Bodenburg stellt.

Die Textfassung von Theaterpädagogin Kathrin Müller Grüß, die das szenische Leseabenteuer gemeinsam mit Regieassistent Roman Krupisch inszeniert hat, widmet sich dem Beginn dieser ganz besonderen nächtlichen Freundschaft. Es ist Samstagabend und Anton hat wie immer freie Bahn, weil die Eltern ausgegangen sind und nicht schon wieder über seine Vorliebe für Gruselgeschichten mit Vampiren witzeln. So ganz geheuer ist ihm die Gestalt, die da plötzlich vom Fensterbrett hüpft und mächtig müffelt, natürlich nicht Aber das gilt auch für Rüdiger, der sich ebenfalls erst langsam an diesen verschüchterten Bücherwurm heran traut.

Agnes Giese spielt mit Gesichtern und Grimassen, Stimmlagen und Stimmungen, verdreht auch manchmal die Augen und hat natürlich ganz tolle Vampirzähne. Die zaubert sie jetzt aus ihrem Sessel hervor während die Kamera ihr Gesicht heran zoomt, damit das Gebiss auch echt fies und bissig anmutet und dann ist es auch wieder an der Zeit für einen Schluck Tee. Das junge Publikum im Klassenzimmer kennt vermutlich viele Geschichten vom kleinen Vampir, aber mit den vielen gruseligen Requisiten, mit Agnes Giese auch später noch spielt, wenn sich die Freunde, den finsteren Friedhofswärter überlisten müssen und in die Gruft von Rüdigers ansehnlicher Verwandtschaft begeben. Mit Holzpflock und Hammer wird die Geschichte noch viel schauriger – auch, wenn die Sargdeckel knirschen und das hexenhafte Gelächter von Tante Dorothee erschallt und die beiden heimlichen Besucher sich in das Dunkel eines feuchten Gewölbes flüchten, bevor das Blut spritzt. Zumindest ist Anton jetzt schon fast so flugsicher wie sein Freund Rüdiger, wenn er sich das schwarze Cape umhängt, in dem auch die Erzählerin auf ihrem Sessel munter auf und ab flattert.

Davon ahnen seine Eltern nichts, die natürlich neugierig sind auf den „kleinen Blutsaugerfreund“ ihres Sohnes, den sie für pure Fantasie halten. Aber sie wundern sich dann doch ein bisschen, warum es auf einmal so merkwürdig müffelt. Die beiden heimlichen Nachtschwärmer haben erst recht ihren Spaß – und sicher auch die jungen Fans des kleinen Vampirs, wenn es den Erwachsenen jetzt endlich auch ein bisschen gruselt. Dafür spricht auch die Stimmung in den Klassenzimmern beim virtuellen Schlussbeifall: „Hat Spaß gemacht!“

Und so kommt Der kleine Vampir ins Klassenzimmer:

Das Angebot richtet sich an Grundschüler:innen der Jahrgänge 1 bis 4. Die Lesung wird für die Schüler:innen live aus dem Jungen Theater in den Unterricht übertragen.

Technische Voraussetzungen

Benötigt werden zum Empfang lediglich internetfähige Endgeräte. Es werden für die Übertragung die gängigen Plattformen iServ und BigBlueButton genutzt. Bein technischen Fragen vermittelt das JT den Kontakt zum Kreismedienzentrum, das der Kooperationspartner ist. Dort sind auch Endgeräte auf Leihbasis erhältlich.

Und so funktioniert’s

Interessierte Lehrer:innen nehmen Kontakt mit der Theaterpädagogik des Jungen Theaters auf. Es wird ein Wunschtermin verabredet – oder es gibt die Möglichkeit, sich zu einer bestehenden Vorstellung dazu zu schalten. Vom Theater gibt es den Link zum virtuellen Klassenraum.

Eine telefonischen Beratung durch die Theaterpädagogik gibt es unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Dort gibt es auch eine kostenlose Sichtkarte für die szenische Lesung Der kleine Vampir.

Buchung und Information Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0551 – 49501-63