Die Internationalen Händel-Festspiele 2022 sind am 22.5. mit der Derniere von Giulio Cesare in Egitto zu Ende gegangen. In einer Mitteilung der Händel-Festspiele heißt es: „Wir freuen uns, sagen zu können: mit Erfolg. Wir freuen uns über 6.000 zahlende Gäste, die mit uns gemeinsam Neue Horizonte erkundeten – weitaus mehr waren es sogar, wenn man die Besucher:innen unserer jüngsten, kostenfreien Konzertreihen Good Morning, George! und Lunchkonzert hinzuzählt. Und wir freuen uns, dass unser Partner NDR Kultur die Wartezeit bis Mai 2023 verkürzt: Eine Handvoll Highlights hat er mitgeschnitten und wird diese in nächster Zeit präsentieren. Bereits dieses Wochenende fällt der Startschuss.“
Georg Pepl (Göttinger Tageblatt) nennt das Galakonzert mit Julia Lezhneva am 19.5.2022 in der St. Johannis-Kirche einen „Triumph, gekrönt von Applaus im Stehen“; für Jens Wortmann (Kulturbüro) war Lezhnevas Performance „einfach nur umwerfend.“ Wortmann weiter: „Mit diesem unglaublichen Abend haben sich die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen selbst einen Maßstab gesetzt, an dem sie sich künftig werden messen lassen müssen.“ Wer sich davon selbst überzeugen möchte, hat am Sonntag, 19.6. um 11 Uhr Gelegenheit dazu. Dann überträgt NDR Kultur das Programm in seiner Reihe „Sonntagskonzert“.
Weiter geht es bereits einen Tag später mit dem Preisträgerkonzert der diesjährigen göttingen händel competition. Am 18.5. durften, ein Novum für diesen Wettbewerb, mit Duo Auxesis und Apollo’s Cabinet gleich zwei Ensembles in der St. Albani-Kirche unter Beweis stellen, warum sie ihre Mitbewerber hinter sich ließen. Das taten sie auf ihre „unterschiedliche Weise, aber jedes auf seine Art außergewöhnlich“, wie Michael Schäfer im Göttinger Tageblatt befand. Kein Wunder, dass die Wettbewerbs-Jury mit ihrer ungewöhnlichen Entscheidung aus der Not eine Tugend machte. Oder, wie es Jochen Schäfsmeier, geschäftsführender Intendant der Göttinger Händel-Festspiele, ausdrückt: „Es wäre schade, auf das eine oder andere zu verzichten. Nun haben wir das Beste aus beidem.“ Die raumgreifenden Herangehensweise von Duo Auxesis hier, eine musicalartige Darbietungsform von Apollo’s Cabinet dort: Genießen Sie beides am 20.6. ab 20 Uhr auf NDR Kultur!
Ein wenig Geduld ist dann gefragt; den darauffolgenden Festspiel-Mitschnitt überträgt der Hörfunksender Mitte August 2022. Doch das Warten lohnt; immerhin hat man sich das Herzstück der Festspielwochen fürs krönende Finale aufgehoben – die Festspieloper 2022, zugleich die beliebteste Händel-Oper überhaupt: Giulio Cesare in Egitto, bei dem George Petrou sowohl Musikalische Leitung als auch Regie versah. „Als Anmaßung muss man das nicht verstehen“, schreibt Clemens Haustein für die F.A.Z. Was Petrous Musizieren mit dem „ungemein geschmeidigen“ FestspielOrchester auszeichne, das sei auch auf der Bühne zu erleben: „Beherzter Zugriff, Ausgewogenheit von Detailfreude und weitem Atem, schließlich die Lust an stilistischer Freiheit.“ Zu erleben am 13.8.2022 im ARD Radiofestival.
Händels "Hercules" in der Elbphilharmonie
Auf der Internetseite des Norddeutschen Rundfunks gibt es auch bereits einen Ausblick auf die Festspiele 2023. Dort heißt es: Barockspezialist George Petrou führt in der Elbphilharmonie den Höhepunkt der Händel-Festspiele Göttingen 2023 auf: Händels "Hercules" mit dem NDR Vokalensemble und dem FestspielOrchester Göttingen.
Mo, 22.05.2023 | 19 Uhr
Hamburg, Elbphilharmonie (Platz der Deutschen Einheit 4)George Petrou Dirigent
Solisten N. N.
FestspielOrchester Göttingen
NDR VokalensembleGEORG FRIEDRICH HÄNDEL
Oratorium "Hercules" HWV 60