Andacht zur Todesstunde Jesu am Karfreitag, 14. April 2017, um 15 Uhr

In St. Jacobi findet am Karfreitag in jedem Jahr um 15 Uhr die Andacht zur Todesstunde Jesu statt, die traditionell vom Kammerchor St. Jacobi gestaltet wird. In diesem Jahr steht ein zentrales, und dennoch weitgehend unbekanntes Werk der Lutherischen Kirchenmusik auf dem Programm: Die Matthäuspassion Johann Walters aus dem Jahr 1530.

Walter gilt als der „Urkantor“ der evangelischen Kirchenmusik. Als guter Freund und Wegbegleiter Martin Luthers setzte er dessen reformatorische Ideen auf dem Gebiet der Kirchenmusik um, z.B. durch viele Lieder und Gesangbücher, durch die Einführung des Bürgerlichen Gesangswesens in der Torgauer Kantorei, durch die gemeinsam mit Luther entwickelte „deutsche Messe“ und nicht zuletzt durch die Komposition von Passionsberichten für die liturgische Aufführung an Palmsonntag und Karfreitag.
Der Kammerchor St. Jacobi schlägt in diesem Jahr in der Andacht zur Todesstunde Jesu mit der Aufführung von Walters Matthäuspassion den Bogen zwischen liturgischem Anlass und Reformationsjubiläum. Das musikalisch sehr schlichte, aber deshalb besonders eindrückliche Werk war aus der Musikpraxis nahezu vollständig verschwunden, weswegen die Noten für die diesjährige Aufführung erst nach alten Quellen erstellt werden mussten.

Es singt der Kammerchor St. Jacobi, Andreas Jedamzik, Evangelist, Arne zur Nieden, Jesus, die Leitung hat Stefan Kordes.

Außerdem erklingen Motetten von Heinrich Schütz, sowie norddeutsche Orgelmusik. Die Ansprache hält Pastor Harald Storz.

Liturgische Osternacht mit der Kantorei St. Jacobi am Karsamstag, den 15. April um 23 Uhr

Auch in diesem Jahr wird in St. Jacobi das Fest der Auferstehung Jesu mit einer stimmungsvollen Feier der Osternacht begonnen. Die zuerst dunkle Kirche wird am Übergang zum Ostersonntag nach und nach durch Entzünden vieler Kerzen immer heller, bis mit dem Osterevangelium und der Wandlung des Altars der Ostermorgen spürbar anbricht.

Es wirken mit: Pastor Harald Storz, Kantor Stefan Kordes sowie die Kantorei St. Jacobi.

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