Tobias Wolff

Tobias Wolff zu den Vorwürfen von Verdi Süd-Ost-Niedersachsen

Zum Artikel „Akademiker gesucht – für Mindestlohn“ in der Online-Ausgabe des Göttinger Tageblatts vom 30.10.2017 und der Pressemitteilung von Verdi gleichen Datums eine Erklärung des Geschäftsführenden Intendanten der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen Tobias Wolff:

„Es ist bedauerlich, dass der Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Süd-Ost-Niedersachsen Sebastian Wertmüller im Vorfeld seiner Pressemeldung nicht den direkten Kontakt zu uns gesucht hat. Im persönlichen Gespräch hätte ich ihm die Hintergründe der Ausschreibung erläutern und seine Vorwürfe entkräften können.

Bei dem aktuellen Fall handelt es sich mitnichten um eine Spitzenposition im Kern-Team des Festivals. Ehemals Halbjahrespraktikum wurde die ausgeschriebene Stelle im Rahmen der Mindestlohneinführung zu einer befristeten Anstellung auf Mindestlohnbasis umgewandelt, die Studierenden und Absolventen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern soll. Auch bei anderen Kulturinstitutionen in ganz Deutschland wurden ehemalige bezahlte Praktika oder Volontariate in eine zeitlich befristete Beschäftigung auf Mindestlohnbasis umgestellt, nicht zuletzt auch, um eine Rechtssicherheit zu schaffen.

Mit den unterschiedlichen Gremien stehen wir im Übrigen seit einiger Zeit in konstruktiven Gesprächen, auf meine eigene Initiative hin wird dort die Vergütung meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überprüft und neu bewertet.

In der Vergangenheit haben ähnliche Positionen wie die aktuell ausgeschriebene entweder als Einstieg in eine unbefristete Festanstellung bei den Festspielen gedient oder als Sprungbrett für eine Weiterentwicklung bei anderen Arbeitgebern. Dabei genießen die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen als Ausbildungsstätte für junge Kulturmanager einen ausgezeichneten Ruf. Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mittlerweile in den unterschiedlichsten Funktionen beim Deutschen Theater Göttingen, dem Göttinger Symphonie Orchester, der Staatsoper Hannover, den Niedersächsischen Musiktagen, dem Rheingau Musikfestival sowie bei zahlreichen deutschen Stadttheatern und Festivals beschäftigt. Die meisten stehen weiterhin in freundschaftlichem Kontakt zu den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen.“

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