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Tomke Braun

Tomke Braun ist neue Kuratorin des Kunstvereins und hat das künftige Programm vorgestellt

Der Oubourus – die Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt – ist ein Symbol vielseitiger Interpretationen. Ein kurzer Aufruf der Wikipedia-Seite zeigt Verbindungen zur Alchemie, Philosophie und Psychologie. Stichworte: Autarkie, aber auch Verbundenheit zwischen „Innen“ und „Außen“, Vollkommenheit, aber auch Wandel, ein Zyklus, der sich stetig durch die Natur bewegt.

Dieses Symbol, welches die erste Gruppenausstellung des Kunstvereins im März/April 2018 begleitet, wird das ganze Jahr über den Ton angeben, denn von der neuen Kuratorin Tomke Braun ist viel zu erhoffen. Die sympathische 28-Jährige geht ganz selbstverständlich mit neuen Strömungen in der Gegenwartskunst um und scheut sich nicht vor internationalen Ausstellungen mit Bezug auf aktuelle Themen.

Nach Stationen in Frankfurt und Berlin sowie auf verschiedenen Festivals, kann Braun enge Verbindungen zur jungen Kunstszene und klare Vorstellungen nach Göttingen bringen.

Ihr Programm für das folgende Jahr, „Tranparenz und Opazität“, ist durchzogen von Reflektionen über die Rollenzuweisung, die wir als Menschen in unserer eigenen, durchaus von uns formbaren Welt, vollziehen. Kontextverschiebung und räumliche Narrative sind dabei starke Mittel, die die Besucher des Kunstvereins in ihren Bann ziehen können.

Am 12. Januar eröffnet die Ausstellung „powers“ der kanadischen Künstlerin Amy Ball die Reihe. Das von der Künstlerin selbst entworfene Logo zeigt dabei zwei Hände, die an den Daumenspitzen ineinander übergehen – ganz ähnlich also zum Oubourus.

Im Laufe des Jahres werden außerdem die Künstlerinnen Marina Pinsky, Yutie Lee, Ayami Awazuhara und Dunja Herzog mit ihren Werken zu dem Diskurs beitragen. Auch die Kunstvermittlung bezieht sich mit dem Projekt „Stadt der Zukunft“ passend zum 50-jährigem Bestehen des Kunstvereins Göttingen im kommenden Jahr auf die Diskrepanzen und Übereinstimmungen zwischen Vorstellungen und Umsetzung.

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