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Bernd Schmidt überreicht den „Preis der deutschen Theaterverlage“ an Erich Sidler und Matthias Heid

Der „Preis der deutschen Theaterverlage“ wurde im Deutschen Theater an Erich Sidler und Matthias Heid verliehen. Die Verleihung fand direkt nach der mit großem Applaus bedachten Premiere von „paradies fluten“ im Großen Haus statt – und genau diesen Umstand griff der Laudator auch auf.

Für die Laudatio war eigentlich der Vorsitzende der Jury, der Bühnenverleger Thomas Maagh vorgesehen. Dieser jedoch war erkrankt und konnte deshalb selbst nicht kommen. An seiner statt würdigte Bernd Schmidt (Gustav Kiepenheuer Verlag, Vorsitzender der Stiftung „Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage“ VDB) den Intendanten und das Haus. Zunächst erläuterte er aber die Aufgabe der Theaterverlage: „Theaterverlage ohne Theater sind wie Buchverlage ohne den Buchhandel!“ Schmidt hob die „leidenschaftliche und nachhaltige Förderung von Gegenwartsdramatik“ hervor, die im Deutschen Theater gepflegt wird. „Als Erich Sidler seine erste Spielzeit mit der Uraufführung von „Homo empathicus“ von Rebecca Kricheldorf eröffnete, war dies ein Statement – und wie sich zeigte, kein einmaliges.

Die Laudatio von Maagh hatte Schmidt dann vorgelesen. In dem Text hob auch Maagh den Umgang Sidlers mit den Autorinnen und Autoren sowie mit den Verlagen hervor. „Dass die Jury, in der zwei Autoren sitzen, die in diesem Haus uraufgeführt worden sind, sich für das Deutsche Theater entschieden haben, ist natürlich kein Zufall“, hieß es bei Maagh. Und so sei es natürlich auch kein Zufall, dass dieser Preis nach der Premiere eines zeitgenössischen Stoffes verliehen werde. „Von den elf Premieren im Großen Haus sind sechs Nach-Inszenierungen moderner Stücke – das ist bemerkenswert“. Und zugleich gehe es immer auch um aktuelle und politische Themen wie Klimawandel, Digitalisierung, Flucht und Migration.

„Der Preis der deutschen Theaterverlage ist undotiert – aber einzigartig“, sagte Bernd Schmidt bei der Übergabe der großen Urkunde. Erich Sidler bedankte sich für die große Ehre, die dem Deutschen Theater zuteilwerde. Er hob hervor, dass dieser Preis auch ein Versprechen des Deutschen Theaters für die Zukunft beinhalte.

Die VDB-Stiftung vergibt durch eine unabhängige Jury den Preis der Deutschen Theaterverlage zur Förderung der Sprech- und Musikdramatik. Der Preis wird jährlich verliehen, und zwar abwechselnd für Sprech- und Musikdramatik, erstmals für Produktionen des Musiktheaters der Spielzeit 2005 / 2006.
Der Jury gehören zurzeit an die Dramatiker Rebekka Kricheldorf und Lutz Hübner, der Komponist Manfred Trojahn, sowie die Bühnenverleger Thomas Maagh (Verlag der Autoren) und Frank Harders-Wuthenow (Boosey & Hawkes).

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