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Junges Theater

Für mindestens drei Spielzeiten wird das Junge Theater sein angestammtes Domizil am Wochenmarkt verlassen müssen. Grund dafür ist die Sanierung des Otfried-Müller-Hauses. Die Stadt Göttingen hat die ehemalige Voigtschule am Wall so umgebaut, dass das Junge Theater und das KAZ dort in dieser Zeit ein Zuhause haben.

„Damit beginnt eine neue Epoche“, stellt Intendant Nico Dietrich fest. Der Umzug spiegelt sich auch im Spielplan der neuen Spielzeit 2019/20 wider. „Wir wären nicht das Junge Theater Göttingen, wenn wir mit den Herausforderungen, die uns gestellt werden, nicht kreativ umgehen würden.“

Die erste Neuinszenierung der Spielzeit ist die Komödie „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni, die am 20. September Premiere feiern wird. Erzählt wird in dem Stück die Geschichte von einer heimatlosen Schauspieltruppe, die unter prekären Bedingungen arbeitet und nun einen neuen Gastspielort bezieht. „Parallelen mit der Wirklichkeit sind keineswegs zufällig“, betont Dietrich.

Aber schon vor der ersten Premiere steht der Umzug im Mittelpunkt: am 15. Juni zur Nacht der Kultur gibt es ein Baustellenfest mit öffentlichen Führungen von Nico Dietrich und Geschäftsführer Tobias Sosinka. Und am 29. Juni wird „der letzte Tag am Wochenmarktplatz“ gefeiert. Zunächst mit einem Tag der offenen Tür im Otfried-Müller-Haus, um 19 Uhr dann mit der Abschiedsgala „Alles muss raus“. Ab 21 Uhr ist Party im gesamten Haus, das JT-Team legt auf, getanzt wird im JT, im KAZ und im JT-Keller.

Und auch die zweite Produktion der neuen Saison hat den Umzug zum Thema: „Großprojekt – Umzugsspektakel in die Interimsspielstätte“ heißt das Stück, das Michaela Dicu zur Uraufführung bringen wird.
Im Sommer spielt das Junge Theater zum ersten Mal im neuen Quartier, zu dem auch das Freibad im Brauweg gehört. Die Musikshow „Personal Jesus“ wird im Rahmen des OpenAir-Sommers am 23. August in einer „Special Edition“ aufgeführt.

Neben dem Umzug werden aber auch andere Schwerpunkte gesetzt. So gibt es eine Kooperation mit dem Jugendhaus Gartetalbahnhof. Gemeinsam wird ein theaterpädagogisches Angebot für das Jugendhaus entworfen.
Auch die Kooperation mit dem Göttinger Symphonie Orchester ist neu. Der neue Saal des Jungen Theaters bietet auch die Möglichkeit, bei Tageslicht zu spielen. Gemeinsam mit dem GSO wird ein Konzertangebot für die ganz Kleinen und ihre Eltern am Wochenende bei Kaffee und Croissant geplant.

Auf dem Schulhof des Gebäudes werden im Sommer 2020 Open-Air-Aufführungen gespielt. Das „Dschungelbuch“ wird produziert – das Bühnenbild ist der Wall.

Weitere Premieren der Spielzeit sind zum Beispiel das Recherchestück „Fridays for Future“ zur aktuellen Klimabewegung, „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine am 9. November und das nächste Bühnenstück von Joachim Meyerhoffs Romanen: „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ feiert am 29. November seine Premiere. Spannend wird auch die Uraufführung von dem Stück um „Otfrieds Villa“ von Steffi Hensel, die Inszenierung von Nico Dietrich kommt im Dezember auf die Bühne am Wall.

Einige erfolgreiche Produktionen werden mit in die neue Spielstätte ziehen, so zum Beispiel „Nathan der Weise“, „Kleiner Mann – Was nun?“ oder „Aloha Therese!“. So wird auch Karsten Zinser als Gast weiterhin im Jungen Theater zu erleben sein. Er verlässt Göttingen, für ihn kommt der Schauspieler Jens Tramsen als neues Ensemblemitglied.

Neu im Team sind auch Roman Kupisch als Regieassistent sowie die Theaterpädagogin Johanne Bellersen.

 

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