Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Als vorbildliche Initiative für die Entwicklung der Kultur im ländlichen Raum hat Dr. Sabine Johannsen, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK), das bundesweite TRAFO-Projekt der Kulturstiftung des Bundes (KSB) in der Region Südniedersachsen hervorgehoben.

Mit Unterstützung der KSB sei es vier kleinen Oberharzer Bergwerksmuseen und Besucherbergwerken - der Schachtanlage Knesebeck in Bad Grund, dem 19-Lachter-Stollen in Wildemann, dem Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld und der Grube Samson in St. Andreasberg - gelungen, sich zukunftsfest aufzustellen und eine gemeinsame Erzählung des Oberharzer Bergbaus zu entwickeln, sagte Johannsen bei einer von der KSB veranstalteten Podiumsdiskussion zur Bilanz des TRAFO-Projektes in Clausthal-Zellerfeld. Dies zeige, dass auch kleine Kultureinrichtungen es mit der richtigen Unterstützung schafften, moderne Konzepte der Vermittlung zu entwickeln und ihre Potenziale zu entfalten.

Auch die Landesregierung habe die Förderung der Kultur in ländlichen Gebieten zu einem Schwerpunkt erhoben, so Johannsen. „Besonders im ländlichen Raum ist Kultur ein harter Standortfaktor. Sie schafft Zusammengehörigkeit und Identität, bietet Heimat und ist gleichzeitig ein wichtiger Baustein im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Gefüge." Leider werde Kultur immer noch als freiwillige Leistung eingestuft und gelte damit vielerorts als verzichtbar, sagte die Staatssekretärin. „Hier muss ein Umdenken einsetzen. Aufgrund ihrer Bedeutung für die gesamte Gesellschaft muss Kultur für das Land zur Pflichtaufgabe werden."

Das MWK veranstaltet seit Oktober 2018 unter dem Titel „Landkult(o)ur" Regionalkonferenzen, auf denen gemeinsam mit Kulturschaffenden, Verbänden und Bürgerinnen und Bürgern Konzepte zur Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels und zur Stärkung der ländlichen Regionen Niedersachsens entwickelt werden. Die fünfte Konferenz fand am 29. Mai 2019 zum Thema „Kulturtourismus - Chancen und Herausforderungen" in Norden statt. In den bisherigen Veranstaltungen konnten bereits wichtige Erkenntnisse über die Bedürfnisse und Forderungen insbesondere vieler ehrenamtlicher kultureller Akteure gesammelt werden.

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