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#rettedeintheater

Das Kulturministerium des Landes Niedersachsen hatte den kommunalen Theatern zum teilweisen Ausgleich der Versäumnisse der vergangenen Jahre eine dauerhafte Erhöhung der Förderung von 6 Millionen Euro zugesagt. Nach der ersten Aktion der Theater in Niedersachsen wurde erreicht, dass zumindest einmalig 3 Millionen Euro an die Theater und das GSO über die sogenannte „Politische Liste“ angewiesen wurden.

Nun soll dieser Betrag zwar dauerhaft als Zuwendung erhalten bleiben, dafür aber im neuen 4-Jahresvertrag die bisher stets zugesagte Einbeziehung der Tarifsteigerungen bei den Zuwendungen für die Theater gestrichen werden, obwohl dies so auch im Koalitionsvertrag steht. Dadurch erhalten die Theater spätestens nach 2 Jahren letztlich weniger als in den Jahren vorher, da die Tarifsteigerungen die Zuschusserhöhung von 3 Millionen Euro nach 2 Jahren auffressen und danach in den 2 Folgejahren sogar weniger Geld als vorher zur Verfügung steht.
Der Verein KUNST e.V. unterstützt die Forderung der Aktion „Rette Dein Theater“ und fordert ebenfalls, dass das Land Niedersachsen auch in Zukunft die Tarifsteigerungsklausel in den Verträgen mit den Theatern und dem GSO beibehält. Nur so konnten gemeinsam mit den Kommunen die Theater lebensfähig gehalten werden. Die Kommunen können nicht allein die Tarifstiegerungen ausgleichen; das kann dann nur zu Lasten der übrigen kommunalen Kulturförderung gehen!

„Wir unterstützen die Forderungen der Aktion aus vollem Herzen, damit die Qualität der Theaterarbeit der kommunalen Theater und auch des GSO mit ihren vielfältigen Programmen und pädagogischen Zusatzangeboten u.a. für Schulen nicht eingeschränkt werden muss“, erklärte der Vorstand von KUNST e.V.. Theater sind Räume der Neugier, Offenheit, Toleranz und Lust. Wer Demokratie und Zivilgesellschaft stärken möchte, muss in diesen politischen Zeiten die Theater, die Lehranstalten der Pluralität, stark machen und gut ausstatten.

Deshalb ruft der Verein KUNST die Landtagsabgeordneten der Koalitionsfraktionen dazu auf, in der Klausurtagung am 1. Juli die geplanten Haushaltsbeschlüsse der Landesregierung zu korrigieren.

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