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Freden

Sommerkonzerte in Freden, Alfeld und Wrisbergholzen

Die Internationalen Fredener Musiktage zeigen in ihrer 29. Ausgabe wieder neue kammermusikalische Facetten. Das Motto „Streichquartettfest und Blechbläserglanz“ präsentiert drei spannende Streichquartette sowie hochkarätige Blechbläser, wie etwa den diesjährigen Artist in Residence Matthias Höfs, Trompete. Für zehn Tage wird das südniedersächsische Leinebergland erneut Anlaufpunkt für Liebhaber*innen hochkarätiger Kammermusik. In Freden, Alfeld und Wrisbergholzen präsentieren die Internationalen Fredener Musiktage Kammermusik, ein Familienkonzert und Bildende Kunst.

Der Vorverkauf für die zehn Konzerte läuft, Tickets gibt es hier online im Ticketshop des Kulturbüros sowie bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen. Das komplette Festivalprogramm finden Sie hier auf der Sonderseite im Kulturkalender.

Streichquartettfest
Die Festivalleiter Utz Köster und Adrian Adlam, beide hauptberuflich Streicher, haben drei hochklassige Streichquartette zum Festival eingeladen: Armida Quartett, Kuss Quartett und Aris Quartett.

Intendant Utz Köster: „Es war schon lange ein Traum von uns, dem Publikum der Fredener Musiktage ein Streichquartettfest mit mehreren Quartetten zu präsentieren. Alle Ensembles musizieren auf höchstem Niveau, aber dabei sehr unterschiedlich – das wird spannend.“

Das Armida Quartett startet am 21. Juli im Weltkulturerbe Fagus-Werk Alfeld mit der Uraufführung des diesjährigen Auftragswerkes der Fredener Musiktage von Marko Nikodijevic. Die Musiker und der Komponist setzen damit die künstlerische Zusammenarbeit fort, die mit der Uraufführung von „Tiefenrausch“ begann. Neben dem zeitgenössischen Werk ist im Konzert auch der spezielle und elegante Mozart-Klang dieses Quartetts sowie das gewichtige Streichquartett von Verdi zu hören.

Einen Ausblick auf das Beethoven-Jahr 2020 gibt „eine der interessantesten Quartettformationen auf dem internationalen Parkett“ (Neue Zürcher Zeitung), das Kuss Quartett, am 23. Juli. Die Streichquartette op. 18 und 130 von Ludwig van Beethoven rahmen Aribert Reimanns „Sieben Bagatellen für Streichquartett“.

Das Aris Quartett, beim ARD-Wettbewerb 2016 allein mit fünf Preisen ausgezeichnet, gibt am 27. Juli gleich zwei Konzerte. Am Nachmittag gestaltet es das Familienkonzert „Vier gewinnt!“ und abends erklingen in der Zehntscheune Klassiker des Streichquartett-Repertoires, etwa das Streichquartett „Sonnenaufgang“ von Joseph Haydn, dem Erfinder des Streichquartetts als Königsgattung der Kammermusik, sowie Werke von Brahms und Mendelssohn.

Blechbläserglanz
Den vergleichsweise leisen Streicherklängen stellen die Fredener Musiktage den Glanz der Blechbläser gegenüber. Mit Matthias Höfs tritt an zwei Abenden einer der prägendsten und bekanntesten Trompeter im deutschsprachigen Raum auf. Mit gerade einmal 18 Jahren wurde er Solotrompeter an der Hamburger Oper. Seitdem ist er als Solist, Kammermusiker sowie Professor an der Hamburger Musikhochschule erfolgreich. Als Leiter von German Brass schreibt er sich und seinen Kollegen Arrangements „auf den Leib“ und prägt den Ensembleklang nachhaltig.

In Freden wird Matthias Höfs zusammen mit dem Festivalensembles camerata freden am 24. Juli mit einem hochvirtuosen Barockkonzert von Tartini und Werken von Mozart und Dvořák zu hören sein.
Außerdem gestaltet Matthias Höfs gemeinsam mit seiner Frau Ulrike Höfs, Flötistin in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, und dem Organisten Christian Schmitt am 25. Juli eine „Hommage à Bach“ in der Alfelder Kirche St. Nicolai.

Als weitere Vertreter der Blechbläserkunst gastieren die Ensembles Trombone Unit Hannover und das Salaputia Brass Quintett. Die Posaunisten der Trombone Unit Hannover kennen sich seit Studientagen an der hannoverschen Musikhochschule, sind inzwischen aber über diverse Profi-Orchester in Deutschland verteilt. In die Fredener Zehntscheune bringen sie am 21. Juli ihr Programm „RaumKlänge“ mit. Das Salaputia Brass Quintett wird mit seiner Besetzung als Blechbläserquintett am 26. Juli wiederum andere Akzente setzen können und entführt im Festkonzert „1000 Jahre Wrisbergholzen“ in der Kirche St. Martin Wrisbergholzen in die „Brass Menagerie“.

Konzerte der camerata freden
Das Festivalensemble, bestehend aus langjährigen Kammermusikpartnern und Freunden der Fredener Musiktage, ergänzt den Festivalschwerpunkt mit seinen drei Konzerten. Im Eröffnungskonzert am 20. Juli verdeutlicht die camerata freden das Festivalmotto mit dem Septett für Trompete, Klavier, Streichquartett und Kontrabass von Saint-Saens ganz besonders. Weiteres gewichtiges Werk an diesem Abend: das Klavierquintett Nr. 2 von Fauré. Eine Fortsetzung der gemeinsamen Streicher- und Blechbläserklänge bildet das bereits erwähnte Konzert am 24. Juli mit der camerata und Matthias Höfs.
Beim Abschlusskonzert am 28. Juli führen Adrian Adlam und Pianist Thomas Hell die „Kreutzersonate“ von Beethoven auf. Das Festival wird dann mit einer weiteren Facette des Streicher-/ Blechbläserklangs mit Werken von Glasunow und Mozart unter Mitwirkung von Amanda Kleinbart, Hornistin im NDR Elbphilharmonie Orchester, zu Ende gehen.

Komponistenportrait und Ausstellung in der Zehntscheune
Ein besonderes Anliegen der Festivalmacher ist die Einbeziehung zeitgenössischer Musik und die Vergabe eines Kompositionsauftrages mit der Uraufführung während des Festivals. 2019 geht der Auftrag an Marko Nikodijevic. Der 1980 in Serbien geborene Komponist lebt heute in Stuttgart. Die Uraufführung durch das Armida Quartett wird gleich am ersten Festivalwochenende stattfinden: Sonntag, 21. Juli. Anlässlich des Komponistenportraits werden Marko Nikodijevic und sein neues Werk von Adrian Adlam in einem Einführungsgespräch vorgestellt.
Am Eröffnungstag beginnt das Festival mit einer Vernissage; der französische Künstler William Himo zeigt seine Meereslandschaften in der Zehntscheune. Sie sind bis zum Festivalfinale am 28. Juli zu besichtigen.

Festivalbüro, Am Schillerplatz 6 in Freden, Tel. 05184-950179, www.fredener-musiktage.de . Öffnungszeiten Festivalbüro: Mo, Di, Do, Fr 16-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr.

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