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Gandersheimer Domfestspiele

Die Gandersheimer Domfestspiele haben wenige Tage vor Ende der 61. Spielzeit eine äußerst positive Bilanz dieses Sommers gezogen und den Spielplan für 2020 vorgelegt. Erstmals seit Jahren sind mehr als 50.000 Karten verkauft worden, werden inklusive der Extra-Veranstaltungen des Rahmenprogramms insgesamt weit mehr als 60.000 Besucher am Ende nach Bad Gandersheim gekommen sein, das sind 5000 mehr als im Jubiläumsjahr 2018. „Das ist ein traumhaftes Ergebnis“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Schwarz MdL. "Das ist die erfolgreichste Spielzeit seit 2001", sagte Geschäftsführer Thomas Groß. Er freute sich über den Zuspruch in seinem Premierenjahr: „Es war mein erster Sommer, er war sehr groß und intensiv.“

Nach den vorläufigen Zahlen waren die Produktionen insgesamt durchschnittlich zu 86 Prozent ausgelastet, fast vier Prozent besser als im Vorjahr, berichtete Geschäftsführer Thomas Groß. Bereits vor der Premiere komplett ausverkauft war das Studiostück in Brunshausen „Al dente – Ich bin hier le Chef“, es soll möglicherweise im kommenden Jahr wieder aufgenommen werden. „Der Glöckner von Notre Dame“ hatte eine um fünf Prozent bessere Auslastung als „Jedermann“ in 2018. Die Geschichte der Freundschaft von Marlene Dietrich und Edith Piaf, „Spatz und Engel“, konnte bei der Auslastung die im vergangenen Jahr gespielte „The Adams Family“ um fast 15 Prozent übertreffen.

Geschäftsführer Thomas Groß dankte allen langjährigen und neuen Förderern, Unterstützern und Sponsoren dafür, dass in Bad Gandersheim eine so phantastische Theaterarbeit möglich ist. Im September wird im neuen Probenzentrum der Domfestspiele der Umbau der großen Halle beginnen. Zur Spielzeit 2020 wird das Probenzentrum komplett zur Verfügung stehen, dann können dort erstmals vier Produktionen gleichzeitig geprobt werden.

Im kommenden Jahr wird es eine neue Preisstruktur geben, erläuterte Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Schwarz MdL. Im Vergleich zu anderen Festspielorten bewege man sich damit aber immer noch im unteren Drittel. In der Preiskategorie 1 wird die Karte um 5 Euro teurer, in Kategorie 2 um 3 Euro. Alle Ermäßigungsmöglichkeiten bleiben unverändert, in Kategorie 3 und auch beim Kinder- und Familienstück bleiben die Preise unverändert. Erstmals seit fünf Jahren müsse man die Eintrittspreise anpassen, unter anderem um den Ensemblemitgliedern eine gerechtere Gage zahlen zu können. Auch das neue Probenzentrum müssten die Domfestspiele refinanzieren, sagte Schwarz.

Die 62. Spielzeit des größten professionellen Freilichttheaters in Niedersachsen dauert vom 21. Juni bis 16. August 2020. „Morgen ist jetzt“ – unter diesem Motto präsentiert Intendant Achim Lenz mit seinem Ensemble vier Produktionen auf der Bühne vor dem Domportal. Der Kartenvorverkauf beginnt am 15. November 2019. Zu sehen sein werden: „Faust“ von Goethe in neuem Gewand mit Musik, Sprache und Tanz (Premiere: 3. Juli 2020), die musikalische Komödie nach dem gleichnamigen Ufa-Tonfilm „Die Drei von der Tankstelle“ mit Evergreens wie „Ein Freund, ein guter Freund“ (Premiere: 26. Juni 2020), das Tanz-Musical „Flashdance“ mit Hits wie „What a feeling!“ (Premiere: 10. Juli 2020) und als Kinder- und Familienstück „Das Dschungelbuch“ in einer Fassung von Sarah Speiser und Jennifer Traum mit Musik von Ferdinand von Seebach (Premiere: 21. Juni 2020).

Das Ensemble wird am 25. Mai 2020 begrüßt, das Jugendtheater-Festival „Theatervirus“ findet vom 4. bis 6. Juni 2020 statt, das Theaterfest ist am 7. Juni 2020 terminiert.

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