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Stadthalle

Der baubegleitende Beirat hat sich am Mittwoch, den 4. September, im Baubüro des Sanierungsteams (neben der Stadthalle im Hainholzweg) in seiner zweiten Sitzung über den aktuellen Stand informiert. Zwar ist von außen außer der abgerissenen Pergola derzeit gar nicht viel zu sehen, unter Federführung des Generalplaners SSP AG (Bochum) wird aber in den unterschiedlichen Fachplanungsbüros intensiv gearbeitet.

Matthias Kraemer (SSP) hob eingangs hervor, dass nach Abschluss der Kernsanierung eine multifunktionale Stadthalle stehen werde, die unterschiedlichen Veranstaltungen und Ansprüchen sehr gut gereicht wird. Zu diesem Ziel sei man auf einem guten Weg. Dr. Henning Alphei vom Akustikbüro Göttingen und seine Mitarbeiter gaben einen detaillierten Einblick in ihre Planungen und Maßnahmen zur künftigen Raumakustik. Auf Grundlage komplexer Berechnungen und Simulationen sollen die bestmöglichen Klangbedingungen für unterschiedliche Veranstaltungstypen erzielt werden. Symphonische, nicht elektronisch verstärkte Konzerte sollen akustisch ebenso gut bei den Gästen ankommen wie Tagungen, elektronisch verstärkte Rockkonzerte oder Comedys. Mit einem detailliert durchgeplanten Maßnahmenbündel werde man eine deutlich hörbare Verbesserung gegenüber der bisherigen Raumakustik erreichen, so Dr. Alphei.

Die künftige Bühnentechnik stellte Max Beyer vom Ingenieurbüro Hochmuth + Beyer GmbH & Co.KG aus Ettlingen vor. Mit Hilfe ausgeklügelter Beleuchtungstechnik und entsprechender Installationen werden sehr unterschiedliche atmosphärische Situationen geschaffen werden können, die von eher kühl-technischen Hallengestaltungen über Partyatmosphäre bis zu einem feierlich-behaglichen Raumerleben gehen. Durch höhenverstellbare Deckensegel, variable Traversen und entsprechend platzierte Hängepunkte kann die Innenraumsituation unterschiedlich gestaltet werden.  Die vorgesehene Technik berücksichtigt von vornherein sehr unterschiedliche Ansprüche der verschiedenen Veranstalter. Diese bringen z.T. ihr gesamtes Equipment selbst mit, andere können „eins zu eins“ das vorhandene Angebot für ihre Veranstaltung einsetzen.

Die Beiratsmitglieder nutzten die Gelegenheit, die für ihre Belange wichtigen Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Eine besondere Gelegenheit zum Kennenlernen und Nachfragen bot sich für Jochen Schäfsmeier, den künftigen geschäftsführenden Intendanten der Göttinger Händelfestspiele. Er tritt zur Saison 2021/2022 die Nachfolge von Tobias Wolf an und nutzte einen aktuellen Besuch bei der Händel-Festspiele GmbH dazu, sich mit den Planungen für eine seiner künftigen Spielstätten vertraut zu machen.

Der baubegleitende Beirat kommt regelmäßig zusammen, um sich über den aktuellen Stand der Kernsanierung zu informieren und Anregungen und Hinweise aus Sicher der Nutzenden und Veranstalter*innen zu geben. Ihm gehören als Hauptnutzer der Stadthalle Vertreter*innen des Göttinger Symphonieorchesters, der Händel-Festspiele, KUNST e.V., Veranstalter*innen und Hallenbetreiber*innen und Vertretungen der Stadt an. Je nach Planungsstand und Thema werden weitere Gäste und Fachplaner*innen dazu geladen.

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