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#rettedeintheater

Während in Niedersachsen mühsam um die Übernahme von Tarifsteigerungen gerungen wird, wird in Hessen eine Sensation verkündet: Hessenweit steigt die Mindestgage für künstlerische Berufe an allen Theatern freiwillig auf 2.300 (von jetzt tarifvertraglich 2.000 €). Diese Einigung zwischen Land und Kommunen ist bisher einzigartig. Sollte sie aber nicht sein. Stattdessen wartet etwa in Niedersachsen das Aktionsteam #rettedeintheater immer noch darauf, dass der Petitionsausschuss des Landtages zumindest seinen Beschluss verkündet. Die Theater müssen einmal mehr auf „Spielgeld“ von der politischen Liste hoffen, mit wenig Aussicht Tarifsteigerungen bezahlt zu bekommen. Besonders heikel ist die Lage im Theater Lüneburg, das kurz vor der Insolvenz steht, während Land, Kreis und Stadt um Zuständigkeiten Pokern.

Jan Sebastian Kittel, hessischer Referatsleiter für Theater und Musik bestätigte die guten Nachrichten aus dem Nachbarbundesland: „Man kann das einfach machen.“; und: „Tarifsteigerungen werden selbstverständlich zu 100 Prozent ausgeglichen.“ Das Land begreift sich nicht als Förderer, sondern als Träger, es übernimmt Verantwortung für seine Theater und vor allem für seine Mitarbeiter*innen. Denn es geht vor allem um die soziale Situation der Künstler*innen.

Auf der Seite des Ensemble-Netzwerks steht das von der Ministerin autorisierte Zitat: „Die hessische Landesregierung will die soziale Situation der Künstlerinnen und Künstler verbessern. An den Theatern des Landes wollen wir vom nächsten Jahr an freiwillig die Mindestgage für die künstlerisch Beschäftigten um 300 auf 2300 Euro erhöhen. Damit wollen wir ein Zeichen setzen - und hoffen, in den kommenden Jahren weitere Schritte gehen zu können.“ Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst.

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