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Junges Theater

Für die Benefizgala am 1. Mai wurden vom Jungen Theater über 200 Karten verkauft. Der Erlös sollte soloselbständigen Künstlerinnen und Künstlern zugutekommen. „Zusätzlich gingen weitere großzügige Spenden bei uns ein,“ führte JT-Sprecher Nils Schmidt aus. „Mit den Erlösen werden wir die 16 soloselbstständigen Künstlerinnen und Künstler unterstützen, die neben unserem festangestellten Ensemble den Spielplan des Jungen Theaters mitgestalten.“ Konkret sind das Regisseurinnen und Regisseure, Gastschauspielerinnen und -schauspieler sowie Musikerinnen und Musiker für Produktionen wie Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete, Fridays. Future. oder die Musikshow Wild Thing.

Gerade die soloselbstständigen Künstlerinnen und Künstler trifft die Corona-Krise hart. Ihnen fallen alle Aufträge weg, aus deren Honoraren sie gewöhnlich ihren Lebensunterhalt bestreiten. Die Soforthilfemaßnahmen des Landes Niedersachsen und des Bundes greifen – wenn überhaupt – für diese Berufsgruppe derzeit leider nur sehr bedingt.

Die Spendeneinnahmen wurden durch Eigenmittel des Jungen Theaters aus Rücklagen nochmals aufgestockt. „Für die vertraglich vereinbarten Vorstellungen und Produktionen, die wegen der Corona-Krise ausfallen mussten, ist das Junge Theater nun in der Lage, Ausfallhonorare zu zahlen, und zwar in Höhe von 60% der ursprünglich vereinbarten Honorare“, berichtete Schmidt stolz. „Somit erhalten die soloselbstständigen Gastkünstlerinnen und -künstler quasi „Kurzarbeitergeld“.“

Als kleine Kultureinrichtung freut sich das Junge Theater, dass es dank der Spenden seinen Vertragspartner*innen „Ausfallhonorare“ in gleicher Höhe auszahlen kann, wie es in der aktuellen Situation an von der Bundesregierung geförderten Kulturinstitutionen gehandhabt wird. Zu diesen Institutionen gehört das Junge Theater, wie alle Theater in Deutschland, nicht.

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