passend zum Artikel

Willkommen!
Um alle Funktionen zu nutzen, loggen Sie sich bitte ein.
Passwort vergessen?
Registrieren Sie sich hier neu

Kulturförderung

Neben zahlreichen betroffenen Einrichtungen wie dem KAZ, der musa, dem Lumière, Deutsches Theater, Junges Theater, Händel-Festspiele, dem GSO, der Ballettschule Art la Danse und der Comedy-Company waren auch einzelne Künstler sowie  Olaf Martin vom Landschaftsverband Südniedersachsen und Hilmar Beck vom Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen gekommen. Anwesend waren auch Mitglieder des Rates und des Kreistages.

Güntzler sammelte zunächst einige Fallbeispiele von betroffenen Personen und Einrichtungen. Olaf Martin und Hilmar Beck berichteten einstimmig, dass die Förderprogramme häufig zu spät aufgelegt werden. Das trifft vor allem auf das neue Programm „Niedersachsen dreht auf“ zu. Mit diesem Programm sollen Veranstalter in die Lage versetzt werden, Soloselbständige Künstlerinnen und Künstler zu verpflichten. Das Problem: förderfähig sind nur Veranstaltungen bis zum 31. März 2021 – und die meisten Einrichtungen haben ihre Programme bis zu diesem Datum längst geplant.

Und dann gibt es noch Soloselbständige, die gar keine Veranstalter für ihre Kunstform haben. Der Künstler Dirk Freitag berichtet von den Schwierigkeiten, die er als bildender Künstler mit solchen Förderprogrammen hat. Und auch Tine Tiedemann erzählt von vielen Solo-Selbständigen, die zurzeit ihren Beruf gar nicht ausüben können und zum Teil andere Beschäftigungen suchen müssen. „Vielen von denen geht es gerade ganz schön dreckig“, beschreibt sie die Situation.

Aber auch die Einrichtungen, denen es dank institutioneller Förderung noch vergleichsweise gut geht wie den Theatern oder auch dem GSO berichten von ihren Schwierigkeiten: wegen der Auflagen können nur so wenige Besucherinnen und Besucher zu den Veranstaltungen kommen, dass sie sich wirtschaftlich kaum tragen. „Wir wollen Kultur wieder erlebbar machen“, hob JT-Intendant Nico Dietrich hervor, „aber wir müssen dafür einen enormen Aufwand leisten“. Übereinstimmend berichten viele, dass dieses geringe Platzangebot auch nicht unbedingt voll ausgenutzt wird. „Viele Menschen trauen sich nicht in die Säle und Hallen“, ist da zu hören. Und Olaf Martin befürchtet, dass „das Kulturinteresse allmählich abtrainiert wird“.

Fritz Güntzler sammelte die einzelnen Punkte. „Wir brauchen all diese Hinweise, wo etwas noch nicht richtig läuft, um es nachzubessern“, betonte er.

 

Unter dem Motto „Niedersachsen dreht auf“ unterstützt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur von heute an soloselbstständige Künstlerinnen und Künstler. Bis zu zehn Millionen Euro stehen dafür aus dem zweiten Nachtrag des COVID-19-Sondervermögens zur Verfügung. „Wir wollen die Kulturszene in Niedersachsen wieder vitalisieren und einen Beitrag dazu leisten, neues kulturelles Leben in Niedersachsen zu ermöglichen“, so Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler. „Unser Ziel ist es, kulturelle Aktivitäten Soloselbstständiger in einem möglichst unbürokratischen Verfahren in den kommenden Monaten zu fördern.“

Herzstück des Programms ist die Förderung von Veranstaltungen in allen künstlerischen Formaten und Sparten. Die Kosten für das Engagement der Soloselbstständigen können zu 100 Prozent über die Förderung abgedeckt werden. Voraussetzung ist, dass die Kulturveranstalter mit ihrem Förderantrag die Entwürfe der Verträge mit den Soloselbstständigen vorlegen.

Weitere Informationen unter www.mwk.niedersachsen.de 

 

 

Mehr zu diesem Thema:

Kommentare powered by CComment

passend zum Artikel

Liebe Leserin, lieber Leser,

schön, dass Sie hier sind - und schön, dass Sie dieser Artikel interessiert.

Wussten Sie, dass die Autorinnen und Autoren des Kulturbüros für ihre Arbeit bezahlt werden? Das werden sie - genauso wie die Kolleginnen und Kollegen, die die vielen Termine in den Kulturkalender eintragen.

Vielleicht verstehen Sie, dass wir diese Inhalte nicht allen kostenlos zugänglich machen können. Wir sind auf bezahlte Zugänge (Abonnements) angewiesen - eigentlich wie alle, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, für ihre Angebote Geld verlangen müssen.

Wenn Sie ein solches Abonnement (nur 5 Euro im Monat oder 50 Euro pro Jahr) abschließen möchten, brauchen Sie nur

hier

zu klicken. Alternativ können Sie für nur 1,20 Euro einen Tageszugang einrichten, um diesen Artikel ganz zu lesen.

Vielen Dank!

Wenn Sie bereits einen Zugang haben, können Sie sich hier einloggen und weiterlesen.

Wenn Sie bereits einen Zugang haben, können Sie sich hier einloggen und weiterlesen.

Diese Seite verwendet Cookies, mit denen Informationen lokal auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Mit der Benutzung der Seite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.