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Eine Hälfte jedes Bildes sei jeweils von Künstlerinnen gemalt worden, die ihre Heimat verlassen mussten und über das Grenzdurchgangslager Friedland nach Deutschland gekommen sind. Die zweite Bildhälfte wurde den Angaben zufolge von deutschen Künstlerinnen gefüllt - "mal gegensätzlich, mal komplettierend". So seien Werke entstanden, "die ein einzigartiges und emotionales Zeugnis für die künstlerische Verarbeitung von Flucht und Vertreibung sind". Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen ist die Ausstellung zunächst allerdings nur online zu besichtigen (www.museum-friedland.de).

Das 2016 eröffnete Museum Friedland dokumentiert im historischen Friedländer Bahnhofsgebäude die Geschichte des benachbarten Grenzdurchgangslagers. Das Lager Friedland wurde im September 1945 auf Anordnung der britischen Armee als erste Anlaufstelle für Flüchtlinge und Vertriebene in Deutschland eingerichtet. In den folgenden Jahrzehnten kamen neben den heimkehrenden deutschen Kriegsgefangenen auch Spätaussiedler sowie Flüchtlinge aus zahlreichen Ländern im Lager an.

2011 wurde Friedland eine der Erstaufnahme-Stellen des Landes Niedersachsen für Asylsuchende. Flüchtlinge aus sogenannten humanitären Aufnahmeprogrammen wie etwa aus Syrien werden ebenfalls in dieser Einrichtung registriert und dann auf andere Bundesländer weiter verteilt. Das Grenzdurchgangslager nimmt zudem bis heute alle in die Bundesrepublik einreisenden Spätaussiedler und jüdischen Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion auf. 

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