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Sommerbühne in St. Johannis

Wie in vielen anderen Kirchengemeinden ruhte auch in St. Johannis über mehrere Monate das musikalische Leben. Doch solange die Kantorei weder proben noch auftreten konnte, fanden zumindest Instrumentalsolisten bei der Gemeinde ein Probenasyl. „Von daher war uns vertraut, in welcher Situation die Künstler im Augenblick sind“ berichtet Pastor Gerhard Schridde, der mit seiner Idee auch beim Kirchenvorstand auf offene Ohren stieß: „Wir setzen ein Zeichen der Solidarität, in dem wir den Altarraum für Künstlerinnen und Künstler öffnen.“ Er betont dabei auch den finanziellen Aspekt der Solidaraktion, der über die Eintrittseinnahmen erfolgen soll: „Die Künstler, die hier auftreten, sind eben nicht irgendwo fest engagiert, und damit ist das eine wesentliche Einnahmequelle.“

Die Kontakte zu kreativen Gruppen und Solisten für die Sommerbühne St. Johannes stiftete der Verein KUNST mit seinem Netzwerk. Auch JT-Intendant Nico Dietrich und Kerstin Börst vom ThOP Team standen Schridde bei der Programmplanung- und Organisation zur Seite. Das Ensemble des TanzZentrum Göttingen begleitet von Alexander Tietze am Klavier wird das sommerliche Festival am 1. August um 18 Uhr eröffnen. Kinder-Clownstheater mit dem Duo „ 2Go“, gibt es am Nachmittag des 2. August und der märchenhaften Erzählung „Der Glücksregen.“

Mit seinem Duo-Partner, dem Organisten Peer Schlechta plant der Göttinger Saxofonist Ole Volquartz für den 8. August eine „Raumerkundung“. Das Duo „Mauve“ kündigt für den darauffolgenden Samstag Chansons mit Klavier und Gesang, Akkordeon und Weingläsern an. Schauspieler Götz Lautenbach lässt es am 22. August mit seiner ThOP-Kollegin Kerstin Börst im Altarraum von St. Johannis gruseln, wenn sein „Gänsehautliesel“ unheimliche Geschichten aus Göttingen erzählt. Auch eine Uraufführung gibt es auf der kirchlichen Sommerbühne, wenn Christoph Buchfink am 29. August mit seinem Figurentheater die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe links und rechts des Stacheldrahts erzählt: „Bis Mitternacht an der Grenze“. Zum musikalischen Festivalfinale am 5. September hat sich das „Trio d’anche“ mit Holzbläsern des Göttinger Symphonie Orchesters angekündigt. Das Trio verzichtet auf die Einnahmen des Abends und stellten sie den soloselbständigen Künstlerinnen und Künstlern dieser Reihe zur Verfügung.

Im Anschluss plant Pastor Gerhard Schridde ein literarisches Sommerbühnenfinale mit zwei Lesungen. Sie stehen unter dem Motto Sommerlese und widmen sich mit dem Thema „Wasser“ dem Jahresthema der Kirchengemeinde und in einer weiteren Begegnung bei Wein und Musik dem Thema „Glauben“.

Schridde verbindet mit der Sommerbühne auch eine Fortsetzung des Dialoges Kunst und Kirche nach Abschluss der Renovierungsarbeiten. Wenn die St. Johanniskirche ein neues Raumkonzept bekommt, im dem Konzerte und Aufführungen auch in unterschiedlichen Formen und Formaten möglich sind. Er spricht dabei von einer doppelten Botschaft für einen zentralen Raum mitten in der Stadt. „Dann eben zu sagen, der wird nicht ausschließlich religiös benutzt, sondern es ist auch ein Raum für die Bürgerinnen und Bürger. Und zum anderen zu sagen: Wir sind als Kirchengemeinde unterwegs und ganz bewusst im Dialog mit der Gegenwartskunst. Mit dem künstlerischen Engagement in dieser Kirche kommt ein Partner ins Spiel, der das Leben aus seiner Perspektive einbringt.“

Schridde vertraut auf ein starkes, überzeugendes Konzept für St. Johannis als Dialograum, für das die Solidaraktion mit der Sommerbühne jetzt Weg weisende Zeichen im Altarraum setzt.

Links:

Das komplette Programm finden Sie hier im Kulturkalender des Kulturbüros

Die Sommerbühnen-Seite auf der Homepage von St. Johannis

 

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