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Literatur

Seit 1988 war Ruth Klüger Gastprofessorin an der Georg-August-Universität Göttingen und lebte abwechselnd im kalifornischen Irvine und in Göttingen. 2003 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Uni Göttingen. Der Wallstein Verlag veröffentlichte am Mittwoch eine Würdigung der Autorin: "Mit Ruth Klüger geht eine wichtige Zeitzeugin von uns. Ihre reflektierte und mutige Stimme wird fehlen." Klügers Buch "weiter leben" sei richtungsweisend für die Holocaust-Literatur gewesen.

1942 war Klüger interniert worden. 1945 gelang ihr mit einer Freundin während eines "Todesmarsches" die Flucht aus der KZ-Gefangenschaft. Nach ihrer Emigration in die USA 1947 begann sie zu studieren und promovierte 1967. Neben ihren Lehrtätigkeiten gab die Germanistin die Literaturzeitschrift "The German Quarterly" heraus.

Immer wieder kehrte Klüger nach Deutschland und Österreich zurück und erinnerte in Vorträgen und Diskussionen an die Schrecken des Holocaust. Sie galt als eine der zentralen Stimme der Überlebenden-Generation. Ihr Werk umfasst autobiografische Bücher, Essays, Gedichte und Interpretationen. 2016 sprach sie zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar vor dem Deutschen Bundestag.

"Selten begegnet man Menschen, die eine solche Ausstrahlung haben wie Ruth Klüger", erklärte Zsolnay-Verlagsleiter Herbert Ohrlinger. Was sie in ihrem Leben erfahren habe, wie sie damit umgegangen sei und was sie daraus gemacht habe, "das ist außerordentlich", sagte er. Es sei ein Privileg gewesen, mit Klüger zusammenarbeiten zu dürfen.

Unter anderem war Klüger mit dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis, der Goethe-Medaille und dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet worden. 2005 erhielt sie die Tübinger Poetik-Dozentur und 2015 ein Ehrendoktorat der Universität Wien.

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