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Der Film blickt zunächst auf Toronto zu Ende der 1970er Jahre zurück, wo sich mit dem Label „Homocore“ und dem Fanzine – einer selbstgestalteten Zeitschrift – „J.D.“ die Anfänge der queeren Punkszene finden. Es wird gezeigt, wie sich die beiden Künstler*innen C.B. Jones und Bruce LaBruce gleichzeitig von zwei Dynamiken abgrenzten: zum einen von Anpassungswünschen des homosexuellen Mainstreams und zum anderen von Homophobie und Sexismus innerhalb der Punkszene. Stolz über die eigene sexuelle Identität und das nach-außen-Tragen derer durch verschiedene Medien stehen im Vordergrund, daher auch wurde das von gesellschaftlicher Heteronormativität negativ besetzte „Homo“ bald durch ein selbstbewusstes „Queer“ ersetzt.
Mit Konzertmitschnitten, kurzen Videosequenzen und Fanzine-Ausschnitten zeichnet Leyser die weitere Geschichte des Queercores über die Riot-Grrrl-Bewegung bis hin zur Gegenwart nach. Dabei kommen Künstler*innen, unter anderem Peaches, John Waters und Beth Ditto, selbst zu Wort, blicken auf Schlüsselereignisse zurück und sprechen über ihre persönlichen Verbindungen zur Bewegung.

„Queercore“ gibt rasanten Einblick in eine bisweilen kaum thematisierte Subkulturbewegung. Der Film möchte mitreißen, für queeren Punk begeistern und jene würdigen, die sich radikal gegen Heteronormativität & eine Stigmatisierung von Queerness eingesetzt haben. Das gelingt auch im letzten Teil, in dem besonders auf die persönliche Bedeutung der Queercore-Bewegung als Raum für Austausch, Inspiration und Identitätsfindung eingegangen sowie das politische Anliegen vom Stopp von Sexismus und Diskriminierung aufgrund sexueller Identität deutlicher herausgearbeitet wird. Dahingegend verwirrt der Beginn des Filmes mit einer Übernutzung von Phallussymbolen und in den Raum gestellten Provokationen, deren Hintergrund nur erahnbar ist.

So bleibt nach 83 Minuten keine Überwältigung, doch aber Inspiration und die Neugier darauf, mehr über die Queercore-Bewegung zu lesen.

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