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Universitätschor

Schon mit der Entstehung dieses kirchenmusikalischen Meisterwerks verbindet sich eine scheinbar unendliche Geschichte in Variationen. Für seine h-Moll-Messe schöpfte Johann Sebastian Bach über mehrere Jahrzehnte immer wieder aus früheren Kompositionen, um sein musikalisches Testament in den letzten Jahren vor seinem Tod 1750 zu vollenden. Schon im Kyrie offenbart sich die Hingabe, mit der sich der Universitätschor unter der Leitung von Ingolf Helm dem Bach‘schen Klangkosmos widmet. Einfühlsam bestärkt von den Streichern und den Bläsern des Göttinger Barockorchesters im harmonischen Miteinander der Stimmen und der Stimmlagen, die sich den besonderen Herausforderungen, die dieses Werk stellt, unmittelbar anvertrauen. Spürbar wird, dass Bach ihnen mit seiner kompositorischen Ausdeutung einer katholischen Messe ein Geschenk hinterlassen hat, das sie nun mit ihrem Publikum teilen. Die Vision eines farbenfrohen Himmels, in dem die vox humana ihren Frieden im musikalischen Gebet und in der Reflektion findet.

Mit ihren insgesamt 27 Sätzen, der 18 Chorteile und 9 Arien umfasst, ist die h-Moll-Messe auch musikdramaturgisch ein hoch komplexes Klangabenteuer, in der sich so viele Emotionen in der meisterhaften Nuancierung des Komponisten begegnen. Da strahlen die Trompeten mit den Chorstimmen zum Lob preisenden Gebet um die Wette. Sanft umschmeichelt die Flöte das innige Duett von Sopranistin Magdalena Harer und Tenor Clemens Löschmann im Dominus Deo. Geborgen in den wärmenden Schwingungen der Oboe in der Begegnung mit den Streichern erfolgt die Fürbitte, die im Dialog von Bass Solist Henryk Böhm mit dem Horn eine kraftvolle Erdung erfährt. Aus einem hinreißend vielfarbigen Klangraum schöpfen Sopranistin Magdalena Harer und Altistin Hannah Meyer in dieser Glaubenshymne, wie sie die göttliche Allmacht preist. Da bezaubern die poetischen Schwingungen im Wechsel mit dem pathetisch aufrührenden Motiven und den strahlenden Melodielinien, wie sie hoffnungsvoll beglückend ausschwärmen und die befreiende Kraft im Gesang bekunden. Auch in diesem Sinne bilden die vier Solisten mit dem Universitätschor eine wunderbare Klanggemeinschaft im intimen Dialog mit den Musikern des Göttinger Barockorchesters. Geprägt von der Liebe zur Musik von Johann Sebastian Bach und geborgen in seinem schöpferischen Credo.

 

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