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GSO

Da passte Wagners Vorspiel zu Lohengrin ganz besonders: diese süchtig machende Musik, der spirituelle Kontext, der in ihr steckt – und das gepaart mit allergrößter Spiellaune des Orchesters ließ im großen Saal Gänsehaut entstehen.

Das setzte sich auch in der symphonischen Dichtung Finlandia von Jean Sibelius fort: Milton formte dieses feierliche und dramatische Werk mit großen Emotionen. So, als könne die Musik alle Entbehrungen der letzten Monate wettmachen.

Derartig vorbereitet setzten Milton und das GSO zum Hauptwerk des Abends an: den Enigma-Variationen von Edward Elgar. In Elgars Musik steckt eine enorme dramatische Verdichtung, die immer wieder hervortritt. Nicholas Milton ließ das Orchester immer wieder neuen Anlauf nehmen und erzeugte einen dynamischen Höhepunkt nach dem anderen. Unterbrochen werden diese Eruptionen immer wieder durch unglaublich lyrische und wieder hoch emotionale Passagen. Sie klingen bisweilen unglaublich leichtfüßig. Es entstanden geradezu kammermusikalische Passagen, in denen es etliche solistische Glanzleistungen gibt. Hier sind besonders Joanna Kielar-Zachlod am Cello und Manfred Hadaschik an der Klarinette zu nennen.

Es ist erstaunlich, wie direkt und transparent die Musik in der riesigen Lokhalle zum Klingen gebracht worden ist. Ein Meisterstück von Nicholas Milton und dem Göttinger Symphonie Orchester – aber vielleicht auch ein wenig von der Bühnentechnik, die die schwierige Akustik zu zähmen wusste.

Ein Meisterstück gab es zum Abschluss: den Marsch Nr. 1 aus den „Pomp and Circumstance“ von Elgar. Viele Konzertbesucherinnen und -besucher wippten heimlich auf ihren Stühlen mit. Zum ausgelassenen Spaß a la Last Night of the Proms waren die Südniedersachsen dann doch zu zurückhaltend.

Diese Zurückhaltung wurde beim Schlussapplaus abgelegt: wie entfesselt applaudierte das Publikum – und ließ auch nicht nach, als sich die Musikerinnen und Musiker bereits wieder ihre Masken aufsetzten und die Instrumente einpackten.

Dieser Saisonauftakt war ein hochemotionaler Abend. Voller Vorfreude kann auf die kommenden Konzerte geblickt werden: am 13. September um 11 Uhr mit dem Cellisten Friedrich Thiele und Nicholas Milton oder am 17. September um 19.45 Uhr zur „Inspiration Schubert“ unter der Leitung von Joseph Bastian.

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