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Weinhandlung Bremer

Musik im Hause Bremer hat eine lange Tradition, wie Michael Schäfer in den Musikgeschichte(n) aus Göttingen berichtete. Und auch der Garten wird immer wieder „bespielt“. An diesem Vormittag namentlich von Thomas Scholz, Dmitri Feinschmidt (Violinen), Atsushi Komatsu Hayakawa (Viola) und Vladislav Kozin (Violoncello). Das Quartett schlug einen Bogen von Georg Philipp Telemann bis zu Alexander Borodin, der Weg führte über Kammermusik von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy.

Dabei zeigten die Vier nicht nur ihr großes Können, sondern auch ihre unbändige Lust zu spielen. Diese Freude am Musizieren war auch in der charmanten und informationsreichen Moderation von Thomas Scholz zu spüren. In der Pause erläuterte der Primarius des Quartetts, dass die Nachfrage nach Kammermusik in diesen Zeiten enorm gestiegen ist. Die Musikerinnen und Musiker des GSO hatten bereits kurz nach dem Lockdown sich in kleinen Besetzungen zusammengetan und sind öffentlich aufgetreten. Immer Open Air in Höfen und Gärten von Krankenhäusern, Seniorenheimen oder privaten Gärten. „Wir sind das perfekte Outdoor-Quartett,“ schmunzelte Scholz und gab zu, dass der Umgang mit Wäscheklammern durchaus ein Lernprozess war. Das zeigte sich auch während der Matinee, wenn kleinere Windböen die mühsam befestigten Noten bedrohten.

„Es wird sich vieles ändern in den Konzertformaten,“ meinte Scholz. „Keiner weiß, wie es in den nächsten Monaten weitergeht. Aber die Nachfrage nach Kammermusik dürfte bleiben, schätzt der Violinist die Zukunft ein. Erst jetzt startet auch die Arbeit mit symphonischen Werken, die Saisoneröffnung in der Lokhalle fand gerade erst statt. (Das Kulturbüro berichtete.)

Und was die Kammermusik an Qualität zu bieten hat, war in Bremers Garten zu hören: die Leichtigkeit Haydns in den Quartetten op. 20, die Komplexität in Mozarts Quartett KV 465, die Dramatik in Mendelssohns Opus 44 – und die unglaublich anmutenden Passagen im Notturno in Borodins Streichquartett Nr. 2.

Die etwas 50 Besucherinnen und Besucher am Vormittag konnten über zwei Stunden Garten, Wein und Musik genießen: eine spätsommerliche Atmosphäre, wie sie nur der Garten der Familie Bremer bieten kann.

 Die nächste musikalische Veranstaltung im Hause Bremer findet am 9. Oktober um 19.30 Uhr statt: Mareike Bremer und Carolin Hlusiak präsentieren musikalische Facetten aus Oper, Musical und Chanson – natürlich wieder verbunden mit charakterstarken Weinen aus dem Keller von Philipp Bremer. Am 20. November wird der Abend noch einmal wiederholt.


Link:
Homepage der Weinhandlung Bremer

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