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GSO

Mit der GSO-Konzertreihe „Inspiration“, die sich mit Werken eines Komponisten auch seinen Inspirationsquellen widmet, verbindet sich auch immer eine besondere Form der Spurensuche. Es geht dabei keineswegs um bekannte, viel gespielte Kompositionen, sondern vor allem um musikalische Stimmungen und Stimmungsbilder, die das musikalische Portrait nuancieren und verfeinern. Zum Auftakt dieser „Schubertiade“ erklang zunächst die Ouvertüre C-Dur „im italienischen Stil“, in der die Streicher und die Bläser mit den Melodien tanzen und sich wechselseitig beflügeln, ermuntert durch die dynamischen Akzente der Pauke. Mit fein dosierter Dramatik in den expressiven Bildern entfaltet sich Schuberts Opernouvertüre Der Spiegelritter in der die Holzbläser die magischen Momente der Ritterlegende zauberhaft umspielen. Gastdirigent Joseph Bastian vertraut auch hier auf verhaltene Tempi und die reflektierenden Moments Musicals in Schuberts Werk, in denen eine verhaltene Leidenschaft auf melancholische Farben trifft und ihren sanften Schimmer verströmt, um dann in den Valses Nobles so wunderbar facettenreich zu funkeln.

In Schuberts späten musikalischen Betrachtungen von launigen Geselligkeiten und höfische Bankette kommt keine Wiener Walzerseligkeit auf. Da sprudeln die charmanten, erheiternden und vielleicht sogar ironisch grundierten Aperçus, bis es wieder an der Zeit ist, bei einem poetischen Klangbild innezuhalten. Auch zart, verträumt und sehnsüchtig lässt sich im Dreivierteltakt verweilen, wenn sich Violine und Viola im musikalischen Zwiegespräch von Konzertmeister Bartosz Zachlod und Solobratschist Atsushi Komatsu-Hayakawa begegnen. Das ist Saitenzauber pur, mit dem die Streicher jetzt erneut ausschwärmen und in Walzerlaune die Saiten zupfen, damit die filigranen Klangbilder wieder schwungvoll aufleben.

Wie aus fein gewebten Fäden entfaltet sich mit der „Rosamunde“ Balletmusik das Bild einer Tänzerin, das die Musiker mit Joseph Bastian am Pult formen. Anmut und Grazie spiegeln sich in den melodischen Figuren, die die zarte Berührung suchen und nicht den bewegenden Aufruhr, dem sich Schubert in seiner f-Moll Fantasie widmete. Leise lässt das Orchester seine inneren Lieder flehen und seufzen und leidenschaftlich kämpfen, wie sie die harmonischen Glücksmomente bestürmen und dabei die melancholischen Klangfarben von Wehmut und Verlust atmen, die schon das Leitmotiv anklingen lässt. Es verweilt in dieser f-moll Fantasie und auch nach dem begeisterten Schlussbeifall noch lange bei den Konzertbesuchern.

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