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Ein Hauch von Italien brachte das Göttinger Symphonie Orchester am Donnertag Abend mit „Italienischen Geschichten“ in die Stadthalle. Es war das 1. Konzert der Zyklus Promenade, welches unter der Leitung von Reto Parolari mit Schwung und viel Freude gespielt wurde. Der sympathische Schweizer erwähnte bei seiner Begrüßung, dass dieser italienische Abend am Tag der Deutschen Einheit stattfindet: keiner der Solisten stammt aus Deutschland oder aus Italien und der Dirigent, also er selber, noch nicht einmal aus der EU.

Parolari eröffnete diesen internationalen Abend mit der Ouverture der Operette „Eine Nacht in Venedig“ und brachte damit eine italienische Atmosphäre in das schon herbstliche Göttingen. Diese heitere, sommerliche Stimmung zog sich weiter durch das Programm, das von Michael Heim hervorragend mit seiner kräftigen Tenorstimme ausgstalte wurde. Der Sopranistin Marcela Cerno lagen deutlich hörbar die Operetten mehr als die Arie und das Duett der ersten Konzerthälfte. Beide Gesangssolisten glänzten bei Nico Dostals “Carlotta, Carlina, Carlutscha“ sowie bei der zweiten Zugabe des Abends.
Die Musiker brachten die Herzen des Publikums unter anderem mit fröhlichen Tänzen, eingängiger Schlagermusik von Gerhard Winkler und einem Walzer von Johann Strauss zum tanzen. Es war ein Abend mit gut gelaunten Musikern und Sängern, so dass Heim sogar das Publikum bei dem bekannten Stück „O sole mio“ von Eduardo Di Capua zum Mitsingen einlud. Die Konzertmeisterin Natalie Kundirenko wurde an diesem Abend von Wojtek Bolimowski erstklassig vertreten.

Reto Parolari ist ein gern gesehener Gast in Göttingen, der das Publikum sogar mit unbekannten Komponisten überzeugte, so dass es sich erst nach zwei Zugaben aus der sommerlichen Idylle Italiens verabschiedetet und in die herbstliche Wirklichkeit zurückkehrte.

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