Literarisches Zentrum

„I’ve looked at life from both sides now/From up and down, and still somehow/It’s life’s illusions I recall/I really don’t know life at all” (Joni Mitchell: Both sides now (1969)) Eine sonore Altstimme singt, untermalt von einem sphärischen Klangteppich aus Streichern, über die Schattenseite der Liebe und des Älterwerdens. So weit, so typisch Pop. Doch singt die kanadische Sängerin diese Zeilen mit Ende 50, 30 Jahre nachdem der Song auf dem Album „Clouds“ erschien. „Es ist, als ob Joni Mitchell ihrem jüngeren Ich begegnet“, sinniert Jochen Distelmeyer über die neue Interpretation. In dieser Zeit ist viel passiert und Mitchell hat sich einen Namen als eine der bedeutendsten Künstler*inenn der Gegenwart gemacht. Distelmeyer, Gitarrist und Sänger der Band Blumfeld und Gerhard Kaiser, Kurator der Reihe „Liederabend“, nahmen das Publikum mit auf eine Reise durch die persönlichen und musikalischen Stationen einer Ausnahmekünstlerin.

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