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Literaturherbst

Die Frage, wer soll das Lesen? würde heute kein Verleger mehr an Nino Haratischwili stellen. Das sah vor zehn Jahren noch anders aus, als die georgische Autorin und Regisseurin bereits für ihre Stücke und Inszenierungen gefeiert wurde und mit Romandebüt „Juja“ eine Verlagsodyssee erlebte. Erschwerend kam hinzu, dass ihre Geschichten und ihre Charaktere in einem Land beheimatet waren, das bis dahin als terra incognita galt. Jetzt staunt sie selbst noch ein bisschen über die enorme Resonanz über das Gastland Georgien bei der Frankfurter Buchmesse und dass es bereits 150 Übersetzungen georgischer Romane, Reportagen und Erzählungen ins Deutsche gibt. Anders erging es der damaligen Studentin der Hamburger Theaterakademie, die 2003 feststellen musste, „kein Mensch wusste, was und wo Georgien ist“. Später traf sie wiederum bei den Lesereisen mit ihrem Roman „Bilka“ immer wieder auf Besucher die mehr über ihr Land wissen wollten. Zwischendurch habe sie sogar überlegt, in das Reisebürogeschäft einzusteigen, scherzt Haratischwili im Gespräch mit NDR-Redakteur Joachim Dirks im Alten Rathaus. Das sei doch eine Perspektive, wenn es mal nicht so gut klappt.

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