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Altes Rathaus

Verwerfungen

Politische Reflektionen prägen weiterhin die Arbeiten von Erhart Schröter. Schon in den vergangenen Jahren hat er immer wieder malerisch Stellung zu den globalen Kriegs- und Krisenszenarien genommen. In diesem Sinne versteht auch die künstlerisch reflexive Bilanz, die jetzt in einer Ausstellung im Alten Rathaus zum Ausdruck kommt. Sie hat den Titel „Verwerfungen“ bekommen, der vor allem auf Schröters aktuelles Projekt verweist. Es sind Aufnahmen von Strandgut an der griechischen Küste, die der Künstler malerisch verfremdet hat. Vielfach handelt es sich um die Überreste von Fluchtgepäck. Auch metallene Spuren der Katastrophen, die das Mittelmeer zu einem Massengrab haben werden lassen, konfrontiert Schroeter hier mit Farbenergien, die sich wie Zeitspuren auf die Objekte legen. Er bricht ihre Form auf und dringt so in die tiefen Schichten ihrer immateriellen Bedeutung vor und in die Erinnerungsräume, mit denen ihre Vorbesitzer dann in einem Niemandsland strandeten. 

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