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Theater im OP

„Andorra“, das wohl bekannteste Theater Max Frischs, dessen Uraufführung schon fast 58 Jahre zurückliegt, erlangt in Zeiten von neu aufflammendem Fremdenhass und wachsenden extremistischen Strömungen erneut eine hohe Brisanz. Das Werk setzt sich mit Vorurteilen auseinander, mit den Folgen von Ausgrenzung und Rassismus, mit der Angst vor dem Fremden und der Unfähigkeit, die eigene Schuld zu erkennen.

Die Premiere, die die bis auf den letzten Platz gefüllten Reihen des ThOP erleben durften, zeigte, dass es nicht vieler Requisiten und keiner Masse an ausgefallenen, der 60er Jahre angepassten Kostümen bedarf, um ein Stück, dessen Thematik so zeitlos ist, in einer großartigen Inszenierung auf die Bühne zu bringen. Es gelang den Ensemblemitgliedern mit schauspielerischer Höchstleistung und einer Sprache, die einerseits nahe am Text, andererseits stellenweise an die Aktualität angepasst war, eine Geschichte zu erzählen, die bewegt, mitreißt, nachdenklich macht.

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