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Das ewige Dilemma – Vorlage vs. Adaption

Mit „Dracula“ von Abraham „Bram“ Stoker aus dem Jahre 1897 hat der English Drama Workshop Göttingen unter der Regie von Richard Varela einen echten Klassiker der Weltliteratur für die Bühne adaptiert. Man hat sich dabei anders als viele gegenwärtige Varianten des Vampir-Stoffes gegen eine explizite Interpretation oder eine radikale Umdeutung des Ursprungsstoffes entschieden und sich stattdessen an einer möglichst vorlagentreuen Überführung versucht, die die Horror-Vision von Stoker ernst nimmt, ohne sie ironisch zu brechen oder humoristisch zu überhöhen. Einkürzungen oder Hinzugefügtes blieben folglich den gesamten Abend über eine Seltenheit. Lediglich aus dem wahnsinnigen Dracula-Verehrer Renfield wurde entgegen der Vorlage in der Adaption eine Frau (gespielt von Karin Reilly). Alle anderen Figuren und die gesamte Handlung wurden dagegen beibehalten.

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