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Das Göttinger Symphonie Orchester in der Aula

Nach dem zweiten Konzert des Göttinger Symphonie Orchesters im Zyklus der Wiener Klassik am 20. Februar würde Goethe mit Sicherheit auch in die Aula lächeln.

Nach dem Vorbild des 1809 erschienen Werk Goethes war auch das musikalische Programm aufgebaut. Den Leitfaden, sowie das Thema „Und Goethe lächelte“ griff Andreas Waczkat immer wieder auf und baute in seiner Moderation Anekdoten ein, mit denen er das Publikum verblüffte.

Das Konzert begann mit Bachs berühmtesten Sohn Carl Philipp Emanuel Bach und dessen Symphonie G-Dur Wq 182/1. Daraufhin folgte Georg Philipp Telemanns Ouvertüre für Flöte, Streicher und Basso continuo in a-Moll, TWW 55: A2. Beide Komponisten waren in sofern miteinander verwandt, dass Telemann Bachs Taufpate war und mehrere Jahre später Bach wiederum Telemanns Posten des Kantors und Musikdirektors in Hamburg übernahm. In beiden Stücken war der Generalbass in Form des Cembalos schön zu hören.

Telemanns Ouvertüre glänzte durch den Solisten Maurice Steger, der auf seiner Alt- wie auch seiner Piccoloflöte das Publikum in das frühe 18. Jahrhundert versetzte. Manch einer im Publikum konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn Steger seine Blockflöte rauf und runter bewegte und ihr dabei in einem unsagbaren Tempo einen barock-süßen Klang verlieh. Dafür gab es viel Applaus seitens des Publikums - Steger unterhielt noch einmal mit einer Zugabe des letzten Satzes.
Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller gelang es auch diesmal wieder sehr gut, wie auch im Konzert der Philharmonischen Reihe II. mit Frank Peter Zimmermann als Solist, sich auf den jeweils darbietenden Solisten einzustellen, gute Einsätze zu geben und in stetigem Blickkontakt ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen.

Im zweiten Teil des Abends standen Francois-Joseph Gossecs Symphonie in c-Moll op. 6 Nr. 3 und Antonio Rosettis Symphonie Nr. 39 g-Moll Murray A 42 auf dem Programm. Diese beiden Komponisten verband im Namen des Titels „Wahlverwandtschaften“ eher eine stilistische Verwandtschaft. Gossecs erster Satz „Allegro“, wie auch Rosettis „Vivace“, gaben dem Zuhörer einen schnellen und lebendigen Einstieg im Tempo wie auch in der Dynamik. Rosettis letzter Satz „Finale: Capriccio, allegretto scherzante“ verkörperte das Ende des Dramas und führte zu einem Finale der tragischen Wahlverwandtschaften hin, ganz nach dem Vorbild von Goethes Roman.

Alles in allem ein sehr harmonisch und gut abgestimmtes Programm, das dem Zuschauer einen Einblick in den Wiener Klassizismus gewährte, auch eher unbekannte Komponisten der Zeit erklingen und das Göttinger Symphonie Orchester im marmorierten Saal der Aula glänzen ließ.

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