passend zum Artikel

Willkommen!
Um alle Funktionen zu nutzen, loggen Sie sich bitte ein.
Passwort vergessen?
Registrieren Sie sich hier neu

Marie Jaermann mit dem Ensemble AbChordis

Als zweites Ensemble in der Göttinger Reihe Historischer Musik war das AbChordis Ensemble zu Gast. Die jungen Musikerinnen und Musiker hatten sich 2011 bei einer Aufführung der h-Moll-Messe kennengelernt und daraufhin das Ensemble gegründet. Viel Zeit zum Proben bleibt ihnen nicht, denn alle sind auf ihrem Instrument erfolgreich und überall in Europa unterwegs. Auch der Probenort wechselt – mal wird in Basel, mal in Mailand, mal in Rom geprobt.

Davon, dass zu wenig Zeit für Proben ist, hat man bei dem Göttinger Konzert definitiv nichts gespürt. Sie haben sich sogar die Zeit genommen, sich intensiv mit dem Thema der diesjährigen Festspiele zu beschäftigen: Heldinnen!? Als Heldin kam für sie nur die Sopranistin Marie Jaermann in Frage. Welch ein Segen für Göttingen. Obwohl es überaus spannend wäre, die anderen Solisten des Ensembles ebenfalls kennen zu lernen.

Die junge Schweizer Sopranistin überstrahlte auf jeden Fall alle und alles in der Aula der Universität. Welch eine famose Stimme, welch eine gestalterische Vielfalt, welch eine Ausdruckskraft – das Publikum wollte sie gar nicht mehr ziehen lassen. Hätte Intendant Tobias Wolff den Applaus nicht irgendwann abgebrochen – es würde jetzt noch applaudiert werden. Applaus für die Arien aus Händels Susanna, Giulio Cesare, Arianna in Creta und Alcina. Als Zugabe gab es dann Scarlatti.

Natürlich stand Marie Jaermann im Mittelpunkt, sowohl thematisch als auch stimmlich. Das Orchester stand ihr aber nicht viel nach: Rafael Becerra und Lathika Vithanage an den Violinen, Giula Capuzzo mit der Viola, Nicola Paoli am Violoncello, Giovanni Battista Graziadio am Fagott und Andrea Buccarella am Cembalo bildeten ein hervorragendes Barockorchester. Das konnten sie in den Instrumentalstücken unter Beweis stellen. Das trifft vor allem auf Graziadio zu, der im Fagottkonzert von Antonio Vivaldi mit wunderschönem Ton und atemberaubender Technik begeisterte.

Das Publikum hat ja bei dem Wettbewerb mit zu entscheiden. Mit dem Applaus-Votum wurde schon einmal ein Pflock eingeschlagen! Sehr gerne möchte man das Ensemble in Göttingen wieder hören. Und den Namen von Marie Jaermann sollte Tobias Wolff für die Festspiele 2016 ganz groß auf seinen Zettel schreiben.

Mehr zu diesem Thema:

Kommentare powered by CComment

passend zum Artikel

Liebe Leserin, lieber Leser,

schön, dass Sie hier sind - und schön, dass Sie dieser Artikel interessiert.

Wussten Sie, dass die Autorinnen und Autoren des Kulturbüros für ihre Arbeit bezahlt werden? Das werden sie - genauso wie die Kolleginnen und Kollegen, die die vielen Termine in den Kulturkalender eintragen.

Vielleicht verstehen Sie, dass wir diese Inhalte nicht allen kostenlos zugänglich machen können. Wir sind auf bezahlte Zugänge (Abonnements) angewiesen - eigentlich wie alle, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, für ihre Angebote Geld verlangen müssen.

Wenn Sie ein solches Abonnement (nur 5 Euro im Monat oder 50 Euro pro Jahr) abschließen möchten, brauchen Sie nur

hier

zu klicken. Alternativ können Sie für nur 1,20 Euro einen Tageszugang einrichten, um diesen Artikel ganz zu lesen.

Vielen Dank!

Interessiert Sie dieser Artikel und Sie möchten ihn weiterlesen?

Das ist natürlich problemlos möglich. Sie können einmalig einen Testzugang einrichten, einen Tageszugang bestellen oder ein Monats- bzw. Jahresabonnement abschließen.

Wenn Sie bereits einen Zugang haben, können Sie sich hier einloggen und weiterlesen.

Wenn Sie bereits einen Zugang haben, können Sie sich hier einloggen und weiterlesen.

Diese Seite verwendet Cookies, mit denen Informationen lokal auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Mit der Benutzung der Seite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.